Museum Ostdeutsche Kulturgeschichte
Highlights
- Das Museum zeigt historische Landkarten Pommerns, darunter die Lubinus-Karte von 1618 aus der Martin-Opitz-Bibliothek.
- Gründet 1980 als Heimatsammlung für Westpreußen (Heimatkreis Wirsitz) und entwickelte sich zur Lehrschau ostdeutscher Provinzen.
- Rollstuhlgerechter Parkplatz und WC; Sonderausstellungen seit 2001 im umgebauten Stallraum.
Tipps
- Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht Besuchern ohne Barrieren den Zugang zum Museum.
- Ein rollstuhlgerechter Parkplatz befindet sich in unmittelbarer Nähe des Gebäudes.
- Die aktuelle Ausstellung zeigt historische Landkarten aus Pommern, darunter die Lubinus-Karte von 1618.
Eigenschaften
Ausflug Kultur: Museum Ostdeutsche Kulturgeschichte Bad Zwischenahn
Das Museum Ostdeutsche Kulturgeschichte in Bad Zwischenahn ist ein lebendiges Zeugnis der vielfältigen kulturellen Traditionen der ehemaligen deutschen Ostprovinzen. Gegründet als Heimatstube des BdV-Vorsitzenden Herbert Papstein, widmet sich das Museum der Bewahrung und Vermittlung des kulturellen Erbes aus Ostpreußen, Westpreußen (mit dem Heimatkreis Wirsitz), Pommern, Schlesien und Ostbrandenburg. Die Ausstellung ist als Lehrschau konzipiert und zeigt in thematisch gegliederten Räumen Alltagsgegenstände, historische Dokumente und persönliche Erinnerungsstücke, die das Leben in diesen Regionen einst prägten.
Besonderer Wert wird auf die regionale Verbundenheit gelegt: Die Sammlung entstand ursprünglich im Wasserturm Bad Zwischenahns und wurde später in den heutigen Ausstellungsräumen weiterentwickelt. Ehrenamtliche Vorstandsmitglieder pflegen und ergänzen die Bestände, sodass die Ausstellung stets aktuell bleibt. Seit dem Ausbau eines Stallgebäudes zu einem Sonderausstellungsraum werden regelmäßig wechselnde Schauen präsentiert, die aktuelle Forschungsergebnisse oder besondere Sammlungsstücke thematisieren.
Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Verbindung von Land und Leuten: Aktuell zeigt eine Sonderausstellung historische Landkarten aus Pommern, darunter der Nachdruck der berühmten Lubinus-Karte von 1618 aus der Sammlung der Martin-Opitz-Bibliothek Herne. Diese Karte und weitere Dokumente illustrieren die historische Landschafts- und Siedlungsstruktur der Region – ein faszinierender Einblick in die geografische und kulturelle Identität Pommerns. Das Museum verbindet so historische Geografie mit der Lebenswelt der Menschen, die dort lebten.
Das Haus richtet sich nicht nur an Geschichtsinteressierte, sondern auch an Familien und Rollstuhlfahrer:innen. Barrierefreiheit ist gewährleistet – mit rollstuhlgerechtem Parkplatz und WC – und die Ausstellung ist so gestaltet, dass sie für alle zugänglich ist. Durch die Kombination aus Dauer- und Sonderausstellungen bietet das Museum einen tiefen Einblick in die kulturelle Vielfalt der ostdeutschen Regionen und ihre Bedeutung für die heutige Erinnerungskultur.
Als Verein zur Pflege ostdeutschen Kulturguts trägt das Museum Verantwortung für die Bewahrung eines einzigartigen Erbes. Die engagierte Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter macht es zu einem besonderen Ort der Begegnung mit Geschichte – fernab von großen Metropolen, aber mit internationalem Bezug, etwa durch die Verbindung zu polnischen und litauischen Nachbarregionen, die einst Teil des gemeinsamen kulturellen Raums waren.