Gustav Hamel
Highlights
- Gustav Hamel, geboren 1859 in Gniezno, wurde 1943 in Theresienstadt ermordet.
- Er lebte zuletzt in der Kapuzinerstraße 20 in Baden-Baden.
- Sein Suizidversuch vor der Deportation scheiterte, er verbrachte seine letzten Jahre vermutlich in einem jüdischen Altersheim in Mannheim.
Tipps
- Besucher finden Informationen zu Gustav Hamel über die Suche nach Namen oder Adressen im Gedenkbuch der Stadt Baden-Baden.
- Der Stolperstein für Gustav Hamel befindet sich in der Kapuzinerstraße 20, verlegt am 04.11.2008.
Eigenschaften
Ausflug Kultur Denkmal Gustav Hamel AOK KundenCenter Baden-Baden
Der Gedenkort „Gustav Hamel“ erinnert im AOK KundenCenter Baden-Baden an das Schicksal eines jüdischen Bürgers, der während der nationalsozialistischen Verfolgungsgewalt sein Leben verlor. Gustav Hamel, geboren in Gniezno (heute Gnesen in Polen), lebte viele Jahre in Baden-Baden, bevor er im Zuge der systematischen Judenverfolgung deportiert und schließlich in Theresienstadt ermordet wurde. Sein Leben und seine Verfolgung sind exemplarisch für das Schicksal zahlreicher jüdischer Bürger in der Region.
In der Kapuzinerstraße 20 residierte Gustav Hamel von 1925 bis 1942. Ursprünglich aus Berlin-Grunewald stammend, hatte er sich als Kaufmann niedergelassen. Zusammen mit seiner Ehefrau Margarete, geborene Bon, führte er sein Leben in der baden-badischen Stadt, bis die nationalsozialistischen Repressalien sein Dasein zunehmend bestimmten. Die Deportation sollte ursprünglich am 21. August 1942 erfolgen. An diesem Tag unternahm Hamel einen Suizidversuch, der jedoch scheiterte. Danach begab er sich vermutlich in ein jüdisches Altersheim in Mannheim, bevor er letztendlich deportiert wurde.
Im Jahr 1943 wurde Gustav Hamel nach Theresienstadt gebracht, wo er kurz darauf starb – ein Opfer der nationalsozialistischen Mordpolitik. Sein Tod steht symbolisch für die zahllosen Menschen, die aufgrund ihrer jüdischen Herkunft verfolgt, entrechtet und ermordet wurden. Sein Gedenkstein wurde am 4. November 2008 vor seinem ehemaligen Wohnsitz verlegt und erinnert fortan an sein Schicksal. Der Stolperstein ist Teil einer breiten Initiative, die das Andenken der Opfer des Nationalsozialismus wachhält und das kollektive Gedenken fördert.
Der Gedenkort im AOK KundenCenter Baden-Baden ist nicht nur ein Zeugnis für das individuelle Schicksal von Gustav Hamel, sondern auch ein Mahnmal gegen das Vergessen. Die Stadt Baden-Baden würdigt mit dieser Erinnerungskultur die Opfer des Nationalsozialismus und trägt dazu bei, die historische Verantwortung lebendig zu erhalten. Besucher*innen finden hier einen Ort der Reflexion und des Gedenkens, der zum Innehalten und Nachdenken einlädt.
Mit über 1.400 Bewertungen und einer durchschnittlichen Bewertung von 4,1 von 5 Sternen wird der Gedenkort auch von Besucher*innen geschätzt, die die Bedeutung solcher Orte der Erinnerung anerkennen. Die Dokumentation im Gedenkbuch der Stadt Baden-Baden sowie die Forschungsarbeiten des Stadtmuseums und Archivs bilden eine wichtige Grundlage für die Aufarbeitung der Geschichte und die Wahrung des Andenkens an die Opfer.
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Häufige Fragen zu Gustav Hamel
Wer war Gustav Hamel?
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Wann und wo wurde Gustav Hamel deportiert?
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Was geschah mit Gustav Hamel in Theresienstadt?
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Wo wohnte Gustav Hamel in Baden-Baden?
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Gibt es einen Stolperstein für Gustav Hamel?
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