Pierre de Coubertin
Highlights
- 1912 errichtete Baden-Baden eine Bronzebüste von Pierre de Coubertin in der Gönneranlage – dem ersten Denkmal für den Begründer der modernen Olympischen Spiele.
- Das Denkmal in der Lichtentaler Allee (ursprünglich Gönneranlage) zeigt olympische Ringe und die Inschrift ‚Dem Erneuerer der Olympischen Spiele‘.
Tipps
- Die Bronzebüste von Pierre de Coubertin befindet sich in der Lichtentaler Allee nahe dem Augustaplatz und zeigt den Begründer der modernen Olympischen Spiele.
- Der Steinsockel des Denkmals trägt die olympischen Ringe sowie die Inschrift ‚DEM ERNEUERER DER OLYMPISCHEN SPIELE PIERRE DE COUBERTIN‘ als Ehrung seiner Verdienste.
- Das Denkmal wurde 1936 während der Olympischen Spiele in Berlin errichtet und stand zuvor in der Gönneranlage sowie vor dem Bertholdbad.
Eigenschaften
Pierre de Coubertin – Kulturdenkmal Baden-Baden
Das Denkmal für Pierre de Coubertin in Baden-Baden ist eine bedeutende Bronzebüste des französischen Pädagogen und Begründers der modernen Olympischen Spiele. Die Statue, geschaffen vom Bildhauer Vilém Gutwillinger, zeigt den Kopf des Visionärs und ehrt seinen unermüdlichen Einsatz für die Wiederbelebung der Antike. Ursprünglich stand die Büste in der Gönneranlage, einer der ältesten öffentlichen Gartenanlagen Baden-Badens im Stil des neuen Barocks, bevor sie später vor dem Bertholdbad aufgestellt wurde.
Die Gönneranlage, benannt nach dem Ehrenbürger und ehemaligen Oberbürgermeister Albert Gönner, entstand nach französischen Vorbildern und war ursprünglich als Rosengarten gestaltet. Die strenge Symmetrie der Anlage wurde durch den Bau des Hallenbades in den 1960er-Jahren teilweise beeinträchtigt, doch die historischen Natursteine konnten später wieder in ihre ursprüngliche Position zurückversetzt werden. Das Denkmal selbst wurde als Dank für die Haltung französischer Sportler bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin errichtet – als einzige ausländische Athleten hatten sie damals den „deutschen Gruß“ verweigert.
Die Inschrift auf dem Steinsockel des Denkmals lautet: *„Dem Erneuerer der Olympischen Spiele Pierre de Coubertin“*, begleitet von den olympischen Ringen. Die Büste erinnert an Coubertins Lebenswerk, das die globale Sportbewegung nachhaltig prägte. Heute steht sie in der Lichtentaler Allee nahe dem Augustaplatz, zwischen dem Palais Gagarin und dem Medici, und ist ein markanter Punkt in der baden-badischen Kulturlandschaft. Das Denkmal vereint historische Bedeutung mit künstlerischem Wert und lädt Besucher ein, die Verbindung zwischen Sport, Geschichte und Stadtgestaltung zu erkunden.
Die Gönneranlage selbst war einst landwirtschaftlich genutzt und gehörte dem Kloster vom Heiligen Grab, bevor sie im frühen 20. Jahrhundert zu einem repräsentativen Park umgestaltet wurde. Die Anlage gilt als eines der ersten Beispiele des neuen Barockgartens in Deutschland und spiegelt mit ihrer symmetrischen Anlage und Rosengestaltung den Einfluss französischer Gartenkunst wider. Bis heute ist sie ein beliebter Ort für Spaziergänger und ein Symbol für die Verbindung von Natur, Geschichte und urbanem Leben in Baden-Baden.