Wasserturm
Highlights
- Der Wasserturm am Güterbahnhof Brandenburg/Havel wurde 1935–1940 erbaut und ist denkmalgeschützt.
- Der neunstöckige Stahlbetonbau dient heute nicht mehr der Wasser-versorgung, sondern beherbergt Büroräume.
- Er prägt den östlichen Stadteingang und begrüßt die aus Richtung Berlin/Potsdam ankommenden Züge.
Tipps
- Der Wasserturm verfügt über 295 Stufen – auf jeder Ebene lässt sich pausieren, um die Kletterei zu erleichtern.
- Bei Veranstaltungen wie dem Türmetag ist ein Rundumblick von oben möglich, Wartezeiten können jedoch auftreten.
- Der Turm ist nicht immer geöffnet – vor Ort gibt es derzeit keine Hinweise zu Öffnungszeiten oder Besichtigungen.
Eigenschaften
Über Wasserturm
Der Wasserturm am Güterbahnhof Brandenburg an der Havel zählt zu den markanten und denkmalgeschützten Baudenkmälern der Stadt. Unweit des Brandenburger Hauptbahnhofs gelegen, erhebt sich der Turm mit seiner charakteristischen roten Klinkerfassade und prägt das Stadtbild maßgeblich. Errichtet im Zeitraum der 1930er Jahre, diente er ursprünglich der Wasserversorgung für Dampflokomotiven und ist ein eindrucksvolles Beispiel für die industrielle Bautradition der Region.
Der neunstöckige Stahlbetonbau ruht auf einem rechteckigen Grundriss und zeigt eine klare funktionale Gliederung. Während die unteren sieben Geschosse Büroflächen beherbergen, waren die beiden oberen Etagen für den Wasserbehälter vorgesehen. Die unterschiedlichen Geschosse lassen sich auch optisch unterscheiden: Die Büroebenen verfügen über glatt eingeschnittene Rechteckfenster, während die oberen Geschosse durch vorspringende Betonrippen und schmale Öffnungen strukturiert sind. Besonders auffällig ist der flachbogige Eingang auf der Ostseite, der von einem kunststeinverzierten Gewände und einer bauzeitlichen Laterne gekrönt wird.
Der Wasserturm ist nicht nur ein architektonisches Zeugnis vergangener Technikgeschichte, sondern auch ein beliebtes Ausflugsziel für Besucher, die den Aufstieg auf die Aussichtsebene wagen. Mit insgesamt 295 Stufen bietet der Turm einen lohnenswerten, wenn auch anstrengenden Aufstieg. Auf jeder Ebene lässt sich zwischendurch pausieren, was den Weg zur Spitze deutlich erträglicher macht. Wer den Gipfel erreicht, wird mit einem beeindruckenden Panoramablick über Brandenburg an der Havel belohnt – ein Anreiz, der viele Besucher zum Besuch des Turms lockt.
Einmal im Jahr öffnet der Wasserturm im Rahmen des „Türmetags“ seine Pforten für die Öffentlichkeit. Dieses besondere Ereignis zieht zahlreiche Interessierte an, die die Gelegenheit nutzen möchten, das Innere des Turms zu erkunden. Allerdings kann es an solchen Tagen zu längeren Wartezeiten kommen, wie Besucherberichte bestätigen. Dennoch bleibt der Ausblick und das Erlebnis des Aufstiegs für viele ein Highlight des Tages. Leider gibt es außerhalb des Türmetags nur begrenzte Möglichkeiten, den Turm zu betreten, da keine regelmäßigen Öffnungszeiten bestehen.
Als wichtiger Teil des östlichen Stadteingangs fungiert der Wasserturm als architektonischer Begrüßungspunkt für aus Richtung Potsdam und Berlin ankommende Zugreisende. Seine markante Silhouette und die historische Bedeutung machen ihn zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Kulturlandschaft Brandenburgs. In der Denkmaltopographie der Region ist der Turm als geschütztes Bauwerk festgehalten und trägt somit zur Erinnerung an die industrielle Entwicklung der Stadt bei.