Denkmal/Gedenkstätte

Burghöhle

58710 Menden

Highlights

  • Die Große Burghöhle liegt im Felsmassiv Klusenstein unterhalb der Burg Klusenstein.
  • Sie hat mehrere Eingänge und eine Länge von 19 Metern, vermutlich besteht eine Verbindung zur Kleinen Burghöhle.
  • In der Höhle wurden archäologische Funde wie eine Bronzeplastik aus der Eisenzeit entdeckt.

Tipps

  • Gute Bergschuhe und wetterfeste Kleidung empfehlen sich für den steilen und rutschigen Aufstieg zur Höhle.
  • Klettern ist nötig – Kinder sollten altersgemäß sicher im Umgang mit Felsen sein.
  • Ein Stirnlampenlicht ist sinnvoll, da es mehrere enge und dunkle Bereiche gibt.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Burghöhle

Die Burghöhle befindet sich im Stadtteil Brockhausen der Stadt Hemer und ist Teil des Märkischen Kreises in Nordrhein-Westfalen. Eingebettet in das Felsmassiv der Klusenstein unterhalb der historischen Burg Klusenstein liegt die Spaltenhöhle auf einer Höhe von etwa 16 Metern über der Talsohle. Sie verläuft waagerecht und wird von der Rheinisch-Westfälischen Kalkwerke betrieben, die in der Region Steinbrüche unterhalten.

Der Zugang zur Großen Burghöhle erfolgt über mehrere Eingänge, die nur durch Klettern erreicht werden können. Ein auffälliger Eingang befindet sich oberhalb der Bahnschienen der Hönnetalbahn und zeigt sich als Felsspalt mit einer Höhe von sieben Metern und einer Breite von 1,50 Metern. Im Inneren erstrecken sich ausgewaschene und ausgekolkte Kamine, von denen einer in einen Kellerraum der nahegelegenen Burg führt. Dieser Durchstieg wurde jedoch in der Vergangenheit zugemauert. Die Höhle hat eine Gesamtlänge von 19 Metern und gliedert sich in verschiedene tote Abzweigungen. Eine mögliche Verbindung zur Kleinen Burghöhle wird vermutet.

Die Große Burghöhle ist nicht nur eine geologische, sondern auch eine kulturhistorische Fundstätte. Unter anderem wurde hier eine Bronzeplastik eines Wasservogels aus der älteren Eisenzeit entdeckt, was die Bedeutung der Höhle als Kulturhöhle unterstreicht. Aufgrund ihrer Lage und Beschaffenheit ist der Besuch mit körperlicher Betätigung verbunden – der Aufstieg ist teilweise steil und rutschig, der Einstieg eng und erfordert das Kriechen auf allen Vieren. Der Höhlenbesuch ist daher nicht für jeden geeignet, bietet jedoch besonders naturinteressierten Besucherinnen und Besuchern ein abenteuerliches Erlebnis.

Gäste berichten, dass die Höhle trotz ihrer nicht überwältigenden Größe einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Der Weg dorthin sei anspruchsvoll, doch die geräumigen und eindrucksvollen Inneren der Höhle seien lohnend. Kinder, die Freude am Klettern und Entdecken haben, finden hier ein spannendes Ausflugsziel. Auch wenn der Aufenthalt mit Schmutz verbunden ist, verlassen die Besucher die Höhle meist mit einem Lächeln.

Die Burghöhle ist Teil der Liste der Höhlen im Märkischen Kreis sowie der umfassenderen Liste der Höhlen in Nordrhein-Westfalen. Literarisch erwähnt wird sie unter anderem in Wilhelm Bleichers Werk „Die Große Burghöhle im Hönnetal“ sowie in Heinrich Streichs „Unterirdische Zauberreiche des Sauerlandes“. Sie steht somit sowohl in regionaler als auch in geologisch-kultureller Hinsicht im Kontext der unterirdischen Besonderheiten der Region.

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