Aussichtspunkt

Balver Wald

58802 Balve

Highlights

  • Der Balver Wald ist ein 444,81 Hektar großes Naturschutzgebiet im Märkischen Kreis.
  • Er umfasst naturnahe Buchenwälder und wird von mehreren Bächen durchflossen.
  • Das Gebiet schützt seltene Lebensräume wie Hainsimsen-Buchenwald und Erlen-Eschen-Auenwälder.

Tipps

  • Wanderwege im Balver Wald sind besonders im Schnee sehr reizvoll.
  • Die Gegend eignet sich gut für Pilzsammler.
  • Aufgrund von Borkenkäferbefall gibt es größere Windwurfflächen, die neue Lebensräume schaffen.

Eigenschaften

Outdoor Aktiv Ganzjährig

Über Balver Wald

Der Balver Wald liegt im Südosten des Märkischen Kreises in Nordrhein-Westfalen und erstreckt sich im Bereich der Gemeinde Balve. Das rund 445 Hektar große Waldgebiet zählt seit 2015 als Naturschutzgebiet (NSG) und ist Teil des FFH-Gebiets DE-4613-303. Geologisch liegt es auf einem mitteldevonischen Sockel aus sauren Ton- und Sandsteinen, nur im Osten treten am Rand des Hönnetals Kalkgesteine zutage. Das stark reliefierte Gelände fällt nach Osten hin um etwa 300 Meter ab und wird von vier naturnahen Bächen durchflossen, die schließlich in die Hönne münden.

Das Schutzgebiet umfasst einen zusammenhängenden Waldkomplex, der vor allem durch großflächige, strukturreiche Hainsimsen-Buchenwälder geprägt ist. Etwa 40 Prozent der Fläche sind von altem Buchen-Hochwald mit Althölzern und Totholzanteilen bedeckt. Daneben finden sich jüngere Buchenbestände sowie kleinere Anteile an Lärchen- und Fichtenmischwäldern. Windwurfflächen, unter anderem durch den Orkan Kyrill entstanden, prägen das Landschaftsbild zusätzlich. In steilen Hanglagen und entlang der Bäche erstrecken sich zudem naturnahe Erlen-Eschen-Auenwälder sowie Quellbereiche mit feuchtem Waldcharakter.

Der Balver Wald bietet ein vielfältiges Biotopgeflecht und dient zahlreichen seltenen und gefährdeten Tier- und Pflanzenarten als Lebensraum. Typisch für die Region sind die säurezeigenden Pflanzengesellschaften des Hainsimsen-Buchenwaldes sowie die naturnahen Fließgewässerabschnitte. Im Zuge der natürlichen Dynamik des Waldes wird darauf hingewiesen, dass Nadelholzanteile schrittweise reduziert und Laubgehölze auf ehemaligen Windwurfflächen gefördert werden sollten. Die zahlreichen ehemaligen Köhlerstellen im Wald zeugen zudem von einer langen kulturhistorischen Nutzung.

Das Gelände ist durch ein dichtes Netz an Wanderwegen erschlossen, die sowohl Einblicke in die unterschiedlichen Waldökosysteme als auch Erholungsmöglichkeiten bieten. Besonders im Winter und bei Schnee wird die Region als landschaftlich reizvoll beschrieben. Pilzsammler schätzen das Gebiet ebenfalls, da verschiedene Waldtypen und Feuchtbiotope eine hohe Artenvielfalt an Pilzen begünstigen. Die abwechslungsreiche Topografie und die Nähe zur Hönne machen den Balver Wald zu einem lohnenswerten Ausflugsziel im nördlichen Sauerland.

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