Kunstraum Kesselhaus
Highlights
- Kunstraum Kesselhaus in Bamberg zeigt moderne Kunst mit interdisziplinären Ausstellungen wie ‚Conditio Humana‘ (Kunstverein Bamberg, BBK Oberfranken).
- Rollstuhlgerechter Zugang und experimentelle Räume wie die zentrale Lücke fördern partizipative Formate und Dialoge zwischen Kunst, Wissenschaft und Publikum.
- Gemeinschaftsprojekte wie ‚DRUCK IM KESSELHAUS‘ (2024) oder ‚BESETZT‘ verbinden lokale Künstler:innen mit internationalen Perspektiven und innovativen Techniken.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang ermöglicht einen ungehinderten Besuch des Kunstraums für alle Besucher:innen, inklusive rollstuhlgerechter Wege und angepasster Eingangsbereiche.
- Das Begleitprogramm bietet partizipative Formate wie Performances oder Dialoge, bei denen Besucher:innen aktiv in den Ausstellungsprozess eingebunden werden können.
Eigenschaften
Kunst im Kesselhaus Bamberg entdecken
Der Kunstraum Kesselhaus in Bamberg ist ein lebendiger Ort der modernen Kunst, der sich als vielseitiger Spielraum für experimentelle Ausstellungen, partizipative Projekte und interdisziplinäre Dialoge etabliert hat. Mit einer Bewertung von 4,7 Sternen auf Google und einem rollstuhlgerechten Zugang bietet das Kesselhaus nicht nur barrierefreien Zugang, sondern auch eine inspirierende Atmosphäre für Kunstbegeisterte aller Altersgruppen. Als Kooperationspartner mit renommierten Institutionen wie dem Kunstverein Bamberg, dem BBK Oberfranken oder dem Architekturtreff Bamberg wird hier ein breites Spektrum künstlerischer Positionen präsentiert – von zeitgenössischen Installationen bis hin zu gesellschaftskritischen Diskursen.
Ein besonderes Highlight ist die Ausstellung Conditio Humana, die in enger Zusammenarbeit mit der Bayerischen Akademie der Schönen Künste München entstand und einen interdisziplinären Blick auf Themen wie Menschlichkeit, Migration und Identität wirft. Die Ausstellung verbindet Werke von Teresa Casanueva, CROW und Thomas Michel mit performativen Elementen, bei denen Besucher:innen aktiv partizipieren können – etwa durch die Einwerfung persönlicher Gedanken in eine „Blackbox“, die später Teil der Präsentation wird. Ergänzt wird das Programm durch Führungen, Science-Slams und Dialogforen, die den Raum für neue Perspektiven öffnen.
Das Kesselhaus überzeugt zudem durch seine architektonische Besonderheit: Die markante Lücke im Zentrum des Raumes lädt dazu ein, traditionelle Wahrnehmungsmuster zu hinterfragen und die „unsichtbaren“ Zwischenräume unserer Gesellschaft zu erkunden. Projekte wie LÜCKE oder die Gemeinschaftsausstellung BESETZT zeigen, wie Kunst hier als kollaborativer Prozess gestaltet wird – mit Workshops, Picnics und einer offenen Einladung, selbst Beiträge einzubringen. Besonders die Solo-Ausstellung von Tanja Rochelmeyer mit dem Titel Hide and Seek lädt zum Mitspielen ein und entführt in kaleidoskopische Welten aus Acrylglas und verschachtelten Ebenen.
Neben zeitgenössischen Positionen widmet sich das Kesselhaus auch historischen und handwerklichen Traditionen, etwa mit der Ausstellung zum Tag der Druckkunst, die als immaterielles Kulturerbe gefeiert wird. Hier werden innovative Drucktechniken von Künstler:innen wie Lisa Wölfel oder dem Bamberger Druckgrafik-Kollektiv präsentiert – von experimentellen Radierungen bis zu partizipativen Aktionen wie dem weltweiten Grashalm-Schnitzen. Gleichzeitig bietet das Kesselhaus Raum für architektonische Reflexionen, wie die Ausstellung zu fränkischen Bauprojekten zeigt, die als Diashow und in einem begleitenden Booklet zugänglich sind.
Mit seiner offenen Ausstellungsphilosophie und der Verbindung von Bamberger Kunstszene mit internationalen Positionen ist der Kunstraum Kesselhaus ein unverzichtbarer Ort für alle, die Kunst als lebendigen, gesellschaftlichen Diskurs erleben möchten. Ob durch die surreale Reise des Bamberger Reiters in der Minecraft-Welt, die abstrakten Glasbilder von Bettina Scholz oder die transformativen Werke von herman de vries – das Kesselhaus beweist, dass Kunst hier nicht nur betrachtet, sondern erlebt wird.