machbar - Kulturelle Zwischennutzung
Highlights
- Seit 2020 entstehen in Bambergs Ateliers Kunst und Mode – Besucher*innen erleben Ateliers, Ausstellungen und Live-Musik.
- Ab Juli wird der ‚Kulturhof – Platz der Menschenrechte‘ auf der ehemaligen Kaserne als barrierefreier, partizipativer Raum eröffnet.
- Kulturelle Zwischennutzung verbindet Kunst, Handwerk und politische Aktionen – etwa durch selbstgestaltete Demoschilder und Workshops.
Tipps
- Die Ateliers bieten Einblicke in kreative Prozesse von Kunstschaffenden und Designer*innen, die seit 2020 aktiv sind.
- Ein Besuch ermöglicht die Betrachtung aktueller Kunstwerke in wechselnden Ausstellungen sowie die Teilnahme an Live-Musikveranstaltungen.
- Barrierefreie Zugänge und rollstuhlgerechte Wege sorgen für eine inklusive Nutzung des Kulturzentrums und seiner Räume.
Eigenschaften
Kulturelle Zwischennutzung Bamberg – Machbar Kulturzentrum
In Bamberg entsteht mit machbar – Kulturelle Zwischennutzung ein lebendiges Experiment für temporäre Kunst, Kreativität und gesellschaftlichen Austausch. Das Projekt nutzt leerstehende Räume und Flächen als Plattform für künstlerische und handwerkliche Prozesse, die sonst oft unsichtbar bleiben. Im Mittelpunkt stehen Ateliers von lokalen Künstler*innen und Designer*innen, in denen unter anderem Mode, Grafik und Alltagsgegenstände neu gedacht werden. Besucher*innen können hier nicht nur fertige Werke bewundern, sondern auch hinter die Kulissen blicken: Ob beim Maßschneidern individueller Kleidung, beim Gestalten politischer Plakate oder beim Tanzen zu Live-Musik – die Atmosphäre ist geprägt von einer direkten Verbindung zwischen Schöpfer*innen und Publikum.
Besonders bemerkenswert ist der Ansatz, Kunst und Alltag zu verknüpfen. So verwandelt sich der Ort in ein Labor für partizipative Kultur, in dem Besucher*innen aktiv werden können. Workshops laden zum Mitmachen ein, etwa beim Entwerfen von Demoschildern oder beim gemeinsamen Gestalten von Installationen. Gleichzeitig wird der Raum selbst zum Thema: Die ehemalige Kasernenfläche wird als „Kulturhof – Platz der Menschenrechte“ neu interpretiert, mit dem klaren Fokus auf Teilhabe, Barrierefreiheit und gesundheitlichem Schutz. Damit setzt das Projekt ein Zeichen für eine Kultur, die nicht nur präsentiert, sondern auch Raum für Diskussion und Veränderung bietet.
Das Projekt ist ein Beispiel dafür, wie leere Räume durch kreative Nutzung neue Lebensqualität schaffen können – ohne klassische Museumsglamour, aber mit großer Strahlkraft. Bambergs historische Altstadt und die Nähe zur Regnitz bieten dabei einen inspirierenden Rahmen. Ob als Inspiration für Künstler*innen, als Lernort für junge Kreative oder als Ort des Austauschs: machbar zeigt, dass Kultur nicht nur in festen Institutionen, sondern auch in flexiblen, experimentellen Formaten gedeihen kann. Die Verbindung von Handwerk, Politik und Unterhaltung macht den Ort zu einem einzigartigen Ort der Begegnung – fernab von klassischen Kulturangeboten, aber mit gleicher Faszination.
Besonders die Verbindung von lokaler Kunstszene und gesellschaftlichem Engagement hebt das Projekt hervor. Durch die Nutzung von Zwischennutzungsflächen wird nicht nur Platz geschaffen, sondern auch eine Brücke zwischen traditionellen und modernen Kulturverständnissen geschlagen. Wer hier vorbeikommt, erlebt keine statische Ausstellung, sondern einen Ort im Wandel – immer wieder neu bespielt, immer wieder neu gedacht. Damit ist machbar mehr als ein Kulturzentrum: Es ist ein lebendiges Statement für eine Kultur, die Raum für alle lässt.