Denkmal/Gedenkstätte

Nabel der Welt

96047 Bamberg

Highlights

  • Der Nabel der Welt befand sich historisch auf dem Domplatz in Bamberg, zwischen Dom und Residenz.
  • Die Tattermannsäule markierte diesen zentralen Ort bis ins 18. Jahrhundert.
  • Micha Ullmann schuf mit seiner „Säule“ eine moderne Interpretation dieses historischen Symbols.

Tipps

  • Die Tattermannsäule befindet sich auf dem Domplatz, gut sichtbar inmitten der historischen Gebäude.
  • Der Standort lädt zum Verweilen und Fotografieren ein, besonders bei klarem Himmel.
  • In der Nähe befinden sich zahlreiche sehenswerte Gebäude sowie gastronomische Einrichtungen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Nabel der Welt

Der „Nabel der Welt“ ist ein künstlerisches Denkmal auf dem Domplatz in Bamberg, das 1999 vom Bildhauer Micha Ullmann geschaffen wurde. Es erinnert an einen historischen Bezugspunkt, der einst als symbolischer Mittelpunkt der Stadt galt. Schon unter Kaiser Heinrich II. wurde Bamberg als „Rom des Nordens“ betrachtet, und der Domplatz galt als geistiges und politisches Zentrum. Die Tattermannsäule, die bis ins 18. Jahrhundert hinein diesen „Nabel“ markierte, diente als Orientierungspunkt in der mittelalterlichen Stadt.

Die heutige Umsetzung des Motivs erfolgt durch eine moderne Interpretation: Ein Granitblock wurde in die Erde eingelassen und so ausgehöhlt, dass er wie ein negatives Abbild einer Säule wirkt. Die Öffnung ist mit einer Glasplatte abgedeckt, die sowohl den Himmel als auch die umliegenden Gebäude spiegelt. Die Reflexionen schaffen einen visuellen Bezug zwischen dem Betrachter, dem Dom und der Umgebung. Gleichzeitig wird der Mensch zum Teil des Kunstwerks – beim Hineinschauen wird jede Person zur neuen Tattermannsäule.

Der Standort in Weltkulturerbes Bamberg unterstreicht die kulturelle Bedeutung des Ortes. Der Domplatz zählt zu den schönsten Plätzen Europas und bietet einen beeindruckenden Blick auf die Kathedrale, die Alte Hofhaltung und weitere historische Gebäude. Die „Säule“ fügt sich harmonisch in das Stadtbild ein, ohne den Charakter des Platzes zu verändern. Ihre unaufdringliche Form den Raum neu wahrzunehmen und die Geschichte des Ortes bewusster zu erfahren.

Besucher*innen loben den Ort als Fotomotiv und schätzen die gelungene Verbindung von Geschichte und zeitgenössischer Kunst. Während einige den künstlerischen Ansatz als gelungen empfinden, sehen andere in der schlichten Form weniger Spektakuläres. Dennoch wird der „Nabel der Welt“ als markanter Punkt im Stadtbild wahrgenommen, der zum Verweilen und Nachdenken anregt. Die Qualität der umliegenden Bausubstanz und die zentrale Lage machen ihn zu einem lohnenswerten Bestandteil eines kulturellen Aufenthalts in Bamberg.

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