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Horkenberg

01728 Bannewitz

Highlights

  • Der Horkenberg ist eine 334,7 m hohe Erhebung im Erzgebirgsvorland bei Bannewitz.
  • Auf dem Berg verlaufen die historische Dresdener Kohlenstraße und die ehemalige Windbergbahn.
  • Zeugnisse des Steinkohlebergbaus sind der Glückauf- und der Marienschacht.

Tipps

  • Der Horkenberg bietet gut ausgebaute Wanderwege, besonders entlang der historischen Dresdener Kohlenstraße.
  • Zeugnisse des ehemaligen Bergbaus wie der Glückauf-Schacht sind vor Ort zu erkunden.
  • Auf dem Berg befinden sich Teile des Landschaftsschutzgebiets Windberg – ein lohnenswertes Ziel für Naturliebhaber.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Horkenberg

Der Horkenberg ist eine landschaftlich reizvolle Erhebung im sächsischen Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, unweit der Stadt Dresden gelegen. Mit einer Höhe von 334,7 Metern über Normalnull ragt er südlich von Dresden auf und befindet sich zwischen den Ortsteilen Kleinnaundorf und Bannewitz. Der Berg gehört naturräumlich zum Östlichen Erzgebirgsvorland und liegt im Übergangsbereich zwischen dem Becken von Freital und Kreischa sowie den Dohnaer Lössplateaus. Diese Lage prägt die geologische Vielfalt des Horkenbergs, dessen Gipfel aus Quadersandsteinen besteht, während die Basis aus Gneis-Konglomeraten des Rotliegenden aufgebaut ist.

Historisch geprägt wurde der Horkenberg durch den Steinkohlebergbau des 19. und 20. Jahrhunderts. Ab dem Jahr 1867 wurde mit dem Glückauf-Schacht der erste Kohleschacht in Betrieb genommen, gefolgt durch den Marienschacht. Beide Anlagen waren über eine Kettenbahn verbunden, die durch einen Tunnel unter dem Berg hindurchführte. Später diente der Marienschacht unter anderem als Wetterschacht für den Uranbergbau. Zeugnisse dieser industriellen Vergangenheit sind heute noch sichtbar, darunter das erhaltene Treibehaus, das heute als markantes Wahrzeichen der Region gilt. Die ehemalige Windbergbahn, deren Trasse noch heute über den Horkenberg führt, sowie die historische Dresdener Kohlenstraße zeugen von der Bedeutung des Berges in der Region.

Die Flanken des Horkenbergs sind heute größtenteils als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Das Gebiet Windberg umfasst weite Teile des Südwest- und Westhangs und wurde bereits 1960 unter Naturschutz gestellt. Am Fuße des Berges schließen sich zudem Teile eines Fauna-Flora-Habitat-Gebiets an, das die Täler der Vereinigten und Wilden Weißeritz schützt. Diese Schutzmaßnahmen unterstreichen die ökologische Bedeutung des Horkenbergs. Im Westen des Berges entspringt zudem der Kaitzbach, der schließlich in die Elbe mündet. Südlich verläuft das tief eingeschnittene Tal des Poisenbachs, eines Zuflusses der Weißeritz.

Die Namensgebung des Horkenbergs hat sorbische Wurzeln. Sie leitet sich vom obersorbischen Wort „hórka“ ab, was „Hügel“ bedeutet, und deutet auf die ursprüngliche Besiedlung durch sorbische Siedler hin. Diese sprachliche Herkunft unterscheidet den Namen vom häufig fälschlich angenommenen Zusammenhang mit Berggeistern oder anderen mythischen Deutungen. Die landschaftliche und kulturelle Geschichte des Horkenbergs spiegelt sich auch in der umliegenden Siedlungsstruktur wider, die sich im Zuge des Bergbaus entwickelte. So entstanden neue Ortsteile wie Neubannewitz und Neucunnersdorf, um die wachsende Bevölkerung der Bergarbeiter zu versorgen.

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