Denkmal/Gedenkstätte

Salcia Geyer

01189 Dresden

Highlights

  • Salcia Geyer wurde 1883 in Polen geboren und wohnte zuletzt in der Mathildenstraße 23 in Dresden.
  • Sie wurde 1942 nach Riga deportiert und kam 1943 in Auschwitz um.
  • Ihre Töchter emigrierten nach England, ihr Sohn Max überlebte Dachau und floh später in die USA.

Tipps

  • Stolpersteine in der Mathildenstraße 15 erinnern an die Geyer-Familie, die hier gewohnt hat.
  • Salcia Geyer wurde 1942 nach Riga deportiert und kam 1943 in Auschwitz um.
  • Die Stolpersteine vor dem ehemaligen Wohnsitz sind regelmäßig zu reinigen, Putzpatenschaften werden unterstützt.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kulturdenkmal Salcia Geyer in Dresden entdecken

Die Stolpersteine in Dresden sind Teil eines künstlerischen und geschichtspolitischen Erinnerungsprojekts, das auf die Initiative des Künstlers Gunter Demnig zurückgeht. Seit 2009 werden sie in der sächsischen Landeshauptstadt verlegt, um Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken. Die Steine erinnern an jüdische Bürger, politische Widerstandskämpfer, Zwangsarbeiter und andere Verfolgte, die vor Ort gelebt oder gearbeitet haben. Jeder Stolperstein ist vor dem letzten frei gewählten Wohnort oder Arbeitsplatz der betroffenen Person eingelassen und trägt deren Namen sowie Lebensdaten. Die Einführung der Stolpersteine in Dresden war anfangs mit erheblichen bürokratischen Hürden verbunden. Die Stadtverwaltung verlangte zunächst Gebühren und Haftungsübernahme durch die Initiator*innen. Dennoch setzte sich der 2009 gegründete Verein „Stolpersteine für Dresden e. V.“ erfolgreich für die Verlegung erster Steine durch. Die ersten fünf Steine wurden im November 2009 feierlich vor verschiedenen Adressen in der Stadt verlegt. Seitdem hat sich die Initiative etabliert und trägt jährlich zur Erinnerungskultur bei. Regelmäßig finden Verlegungsaktionen statt, meist begleitet von Gedenkveranstaltungen mit Familienangehörigen, Pat*innen und interessierten Bürgern. Die Steine selbst sind kunstvoll gestaltet: aus Messing gefasst in einen Betonwürfel, tragen sie die Inschrift „Hier wohnte…“ oder „Hier arbeitete…“, gefolgt von Namen, Geburtsdatum, Deportations- und Todesdaten. Neben Einzelsteinen wurden auch sogenannte Stolperschwellen verlegt, die kollektiv an größere Ereignisse oder Gruppen erinnern. Bis Oktober 2025 wurden insgesamt 397 Stolpersteine in Dresden verlegt, verteilt auf zahlreiche Stadtteile. Zu den prominenten Verlegungen zählten Aktionen in den Jahren 2018, 2019, 2021 sowie zuletzt im Mai und Oktober 2025. Besonders bemerkenswert ist, dass der Künstler Gunter Demnig selbst mehrfach vor Ort war, etwa bei der ersten Verlegung 2009 oder im Rahmen der Gedenkfeier in der Dresdner Synagoge. 2012 wurde er für sein Engagement mit dem Erich-Kästner-Preis des Presseclubs Dresden ausgezeichnet. Die Stolpersteine laden dazu ein, innezuhalten und sich mit der Geschichte der Stadt und ihrer Bewohner auseinanderzusetzen. Sie sind ein lebendiges Mahnmal in der Öffentlichkeit – unaufdringlich, dennoch präsent. Als kultureller Ausflugspunkt bieten sie Raum für Reflexion und Erinnerung und machen Geschichte sichtbar: direkt vor den Haustüren, im Alltag verankert. Die Initiative zeigt, wie Kunst und Geschichtsbewusstsein Hand in Hand gehen können, um nie Vergessenes nicht zu vergessen.

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Häufige Fragen zu Salcia Geyer

Wer war Salcia Geyer?
Salcia Geyer, geborene Kandel, lebte zuletzt in der Mathildenstraße 15 in Dresden. Sie wurde 1942 nach Riga deportiert und später in Auschwitz ermordet. Stand Mai 2026.

Quelle: website

Wann wurde Salcia Geyer deportiert?
Salcia Geyer wurde am 20./21. Januar 1942 nach Riga deportiert und später im November 1943 nach Auschwitz, wo sie ermordet wurde. Stand Mai 2026.

Quelle: website

Was geschah mit der Familie von Salcia Geyer?
Ihre Töchter Cäcilie und Minna emigrierten nach England. Ihr Sohn Max wurde 1938 nach Dachau deportiert, später entlassen und emigrierte ebenfalls. Stand Mai 2026.

Quelle: website