Kirche/Kloster

Amalienkirche

Bergstraße, 36456 Barchfeld-Immelborn

Highlights

  • Die Amalienkirche in Immelborn wurde 1473 erbaut und 1584/85 umgebaut.
  • Der heutige Kirchenbau entstand 1707/08 durch Erweiterungsbauten.
  • 1809 erhielt die Kirche eine Orgel, deren Barockprospekt bis heute erhalten ist.

Tipps

  • Die Amalienkirche liegt hoch über Immelborn mit Blick ins Werratal und ist über einen steilen Weg erreichbar.
  • Im Innenraum sind eine historische steinerne Kanzel aus dem Jahr 1707 und eine Orgel mit Barockprospekt aus 1809 zu sehen.
  • Am Treppenvorbau sind fünf Grabsteine aus dem 16. Jahrhundert in die Mauer eingelassen.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Amalienkirche

Die Amalienkirche steht hoch über dem Ortsteil Immelborn der Gemeinde Barchfeld-Immelborn im Wartburgkreis in Thüringen. Sie wurde 1473 erbaut und ist der Heiligen Amalie geweiht. Vermutlich im 16. Jahrhundert, konkret um 1584/85, erfolgte der Umbau der ursprünglichen Kapelle, wie Jahreszahlen am Treppenvorbau und an der Rundbogenpforte belegen. Die Kirche lag ursprünglich inmitten einer umlaufenden Mauer und eines Grabens, was auf ihre Funktion als Wehrkirche schließen lässt. Im Laufe der Zeit wurde der Bau erweitert, unter anderem durch einen Anbau des Altarraums, dessen Entstehung auf das frühe 18. Jahrhundert datiert werden kann.

Der heutige Kirchenbau hat einen rechteckigen Grundriss und misst etwa 17 mal 10 Meter. Das flache Tonnengewölbe im Inneren wird von zwei Emporen gestützt. Besonders erwähnenswert ist die steinerne Kanzel aus dem Jahr 1707 sowie der Taufstein aus der Mitte des 20. Jahrhunderts. Eine Holztafel an der Empore erinnert an die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs. Die Orgel, erstmals 1809 aufgestellt, verfügt noch heute über ein erhaltenes Barockprospekt, das auch eine Erneuerung im Jahr 1910 überdauert hat. 1998 wurde eine umfangreiche Innenrenovierung durchgeführt, und in jüngster Zeit wurde eine Restaurierung der Strebel-Orgel abgeschlossen.

Am Treppenvorbau der Kirche sind fünf kleine Grabsteine aus dem 16. Jahrhundert eingemauert. Der Kirchturm ist ein Dachreiter, der nur knapp über das flache Zeltdach hinausragt und drei Glocken beherbergt. Das Äußere der Kirche zeigt deutlich den älteren Hauptteil mit erhaltenen Fenstern mit Vorhangbögen und der historischen Rundbogentür. Die Kirche liegt landschaftlich malerisch am Rand eines Sandsteinfelsens, der steil zum Werratal abfällt, und ist durch eine halbkreisförmige Mauer umgeben. Die Umgebung wurde im Zuge von Renovierungsarbeiten in den Jahren um 2015 neu gestaltet, um Feuchtigkeitsschäden entgegenzuwirken.

Die Amalienkirche ist ein wichtiger sakraler Ort in der Region und steht unter der Trägerschaft der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Sie lädt nicht nur Gläubige, sondern auch Interessierte zu Besuch und Besinnung ein. Mit ihrer jahrhundertealten Geschichte, der authentischen Ausstattung und der ruhigen Lage über dem Tal ist sie ein kulturhistorisches Zeugnis von bleibendem Wert im Herzen Thüringens.

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