Grönauer Heide, Grönauer Moor und Blankensee
Highlights
- Es besteht aus Heideflächen, Mooren und dem Blankensee und beherbergt seltene Biotope wie Trockenrasen und Borstgrasrasen.
- Ein Teil des Gebiets ist als EU-Vogelschutzgebiet ausgewiesen und wird von der Stiftung Grönauer Heide betreut.
Tipps
- Das Naturschutzgebiet Grönauer Heide, Grönauer Moor und Blankensee ist größtenteils nicht betretbar, da es zum Schutz der Natur strengen Beschränkungen unterliegt.
- Ein kleiner Bereich im „Schönen Dreieck“ wird von der Stiftung Grönauer Heide verwaltet und kann gelegentlich für Besucher zugänglich sein.
- Für Naturbeobachtungen eignet sich der südliche Teil des Gebiets, der vom Stadtwald Lübeck betreut wird und über eingeschränkte Wege verfügt.
Eigenschaften
Über Grönauer Heide, Grönauer Moor und Blankensee
Das Naturschutzgebiet „Grönauer Heide, Grönauer Moor und Blankensee“ liegt im südlichen Schleswig-Holstein, in der Gemeinde Groß Grönau sowie in Teilen der Hansestadt Lübeck und der Gemeinde Groß Sarau, allesamt im Kreis Herzogtum Lauenburg. Es erstreckt sich am Rand des sogenannten Grünen Bandes südlich von Lübeck und umschließt den Flughafen Blankensee im Norden, Osten und Süden. Im Osten grenzt das Gebiet an das Naturschutzgebiet „Wakenitz“ in Groß Grönau. Mit einer Fläche von rund 367 Hektar ist es ein wichtiges Biotop im Landschaftsschutz und Teil des FFH-Gebiets „Grönauer Heide, Grönauer Moor und Blankensee“. Ein etwa 195 Hektar großer Bereich ist zudem als EU-Vogelschutzgebiet ausgewiesen.
Das Gelände umfasst verschiedene natürliche und halbnatürliche Lebensräume, darunter die historisch gewachsene Grönauer Heide, die bis ins 14. Jahrhundert vollständig bewaldet war, bevor Rodungen und spätere Nutzung durch Heideflächen geprägt wurden. Heute dominieren trockene und feuchte Heideflächen mit charakteristischen Pflanzenarten wie Besenheide, Ginster und Glockenheide. Hinzu kommen Mager- und Trockenrasenflächen mit Silbergras und Straußgräsern sowie Borstgrasrasen mit Kreuzblumen und Heidenelken. Im Moor- und Seegebiet finden sich Pfeifengräser, Schwingrasen und Moorwälder, während entlang des Blankenseebachs Hochstaudenfluren und feuchte Waldsäume zu beobachten sind.
Ein Teil des Naturschutzgebiets im sogenannten „Schönen Dreieck“ wird durch die Stiftung Grönauer Heide betreut, die 2008 aus einer Mediationsvereinbarung zwischen Naturschutzverbänden, der Stadt Lübeck und dem Flughafen entstand. Diese Fläche umfasst rund 31 Hektar und liegt direkt am Blankensee. Die südlichen Bereiche des Gebiets sind Teil des Naturparks Lauenburgische Seen. Die Zuständigkeit für den Naturschutz liegt bei der Hansestadt Lübeck und dem Kreis Herzogtum Lauenburg. Der südliche Teil wird vom Bereich Stadtwald der Stadt Lübeck gepflegt, während einige Flächen durch Beweidung mit Schafen erhalten werden.
Das Naturschutzgebiet ist vor allem für seine Ruhe und die unberührte Naturlandschaft bekannt. Allerdings ist der Zutritt für Besucher stark eingeschränkt, was in den Bewertungen vielfach kritisiert wird. Viele Besucher empfinden die Zugangsbeschränkungen als enttäuschend, da das Gebiet zwar landschaftlich reizvoll, aber nicht für Erholungszwecke erschlossen ist. Dennoch dient es als Rückzugsraum für viele Tier- und Pflanzenarten und trägt entscheidend zur Erhaltung der regionalen Biodiversität bei.