Gedenkstätte Frenkel-Haus
Highlights
- Das Frenkel-Haus zeigt die Geschichte der jüdischen Familie Frenkel mit Originalexponaten, Fotos und Dokumenten aus Lemgo.
- Karla Raveh, Holocaust-Überlebende und Zeitzeugin, erzählt im Museum persönlich von ihrem Leben und der NS-Zeit.
- Die Dauerausstellung verbindet lokale Geschichte mit dem Schicksal der Familie Frenkel durch historische Quellen und Filme.
Tipps
- Die Dauerausstellung im Frenkel-Haus zeigt originale Exponate und historische Dokumente zur Lebensgeschichte der jüdischen Familie Frenkel.
- Ein Audioguide ergänzt die Präsentation durch persönliche Erzählungen der Holocaust-Überlebenden und Zeitzeugin Karla Raveh.
- Der Rundgang verbindet lokale Geschichte mit individuellen Schicksalen durch multimediale Elemente wie Filme und Fotos aus der Lemgoer Vergangenheit.
Eigenschaften
Gedenkstätte Frenkel-Haus Lemgo – Kultur-Ausflug
Die Gedenkstätte Frenkel-Haus in Lemgo ist ein bedeutendes Zeugnis jüdischer Geschichte und lokaler Erinnerungskultur. Im Herzen des historischen Wohn- und Geschäftshauses der Familie Frenkel wird die bewegte Biographie dieser jüdischen Familie lebendig. Die kleine, aber eindrucksvolle Dauerausstellung verbindet historische Dokumente, originale Exponate und persönliche Erzählungen zu einem nachhaltigen Erlebnis. Im Mittelpunkt steht die Zeitzeugin Karla Raveh, deren Überlebensgeschichte des Holocaust durch Filme und einen Audioguide mit ihren eigenen Stimmen dokumentiert wird.
Über die Frenkel-Familie hinaus spannt die Ausstellung einen weiten Bogen über die Geschichte Lemgos. Themen wie die Stadtgründung, die Rolle in der Hanse oder die Reformation werden ebenso beleuchtet wie die Hexenverfolgung der Region. Besonders prägend war der Lemgoer Engelbert Kaempfer, dessen Reisen, naturwissenschaftliche Forschungen und medizinisches Wirken die Ausstellung thematisiert. So verbindet das Frenkel-Haus lokale Geschichte mit universellen Fragen der Erinnerungskultur.
Für Besucher bietet die Gedenkstätte nicht nur einen informativen Rundgang, sondern auch interaktive Formate. Eine Sonderausstellung wie *„100 Jahre – 1000 Fragen“* lädt zum Mitdenken ein, während Taschenlampenführungen im Winter zusätzliche Einblicke in die Geschichte des Hauses ermöglichen. Ein Audioguide mit Auszügen aus Gesprächen mit Karla Raveh vertieft das Verständnis für die persönlichen Schicksale hinter den historischen Fakten.
Das Frenkel-Haus ist damit ein Ort der Begegnung mit Vergangenheit und Gegenwart – ein Museum, das nicht nur die Geschichte einer Familie bewahrt, sondern auch die Erinnerung an Lemgos vielfältige kulturelle und soziale Entwicklungen wachhält. Die Ausstellung zeigt, wie Geschichte im Alltag weiterlebt und zum Nachdenken anregt.