Deutsches Maler- und Lackierer-Museum
Highlights
- Das Museum zeigt historische Maler- und Lackierer-Karren aus dem 18.–20. Jahrhundert sowie Werkzeuge des Handwerks.
- Im 400 Jahre alten Fachwerkhaus mit Glockenturm werden originale Fachwerkkonstruktionen und barocke Malereien präsentiert.
- Die Ausstellung umfasst Transportmittel wie Schott’sche Karren und historische Handwagen aus Bergedorf und Umgebung.
Tipps
- Das Museum befindet sich in einem historischen Fachwerkhaus aus dem 17. Jahrhundert mit einem charakteristischen Glockenturm.
- Die Ausstellung umfasst sieben historische Karren und Transportmittel aus verschiedenen Epochen und Regionen.
- Im Außenbereich liegt ein barocker Ziergarten mit ornamentalen Buchsbaumhecken und Kieswegen in klassizistischer Gestaltung.
Eigenschaften
Kultur-Ausflug: Maler- & Lackierer-Museum Bergedorf
Das Deutsche Maler- und Lackierer-Museum in Bergedorf ist ein faszinierendes Handwerksmuseum, das die Tradition und Kunst des Maler- und Lackiererhandwerks lebendig hält. Eingebettet in ein historisches Fachwerkhaus aus dem 17. Jahrhundert – bekannt als „Glockenhaus“ wegen seines markanten Dachreiters mit Glockenturm – bietet das Museum einen einzigartigen Einblick in jahrhundertealte Handwerkskunst. Das Gebäude selbst ist ein architektonisches Juwel: Seine imposante Eichenfachwerkkonstruktion zählt zu den ältesten erhaltenen Bauwerken der Vier- und Marschlande und steht seit langem unter Denkmalschutz.
Im Museum werden wertvolle Exponate ausgestellt, die die Entwicklung des Maler- und Lackiererhandwerks dokumentieren. Besonders beeindruckend sind die sieben historischen Karren unterschiedlicher Größe und Bauart, darunter auch schottische Karren und traditionelle Transportschlitten. Diese Fahrzeuge spiegeln die Mobilität und den Transport von Materialien wider, die für das Handwerk essenziell waren. Ergänzt wird die Sammlung durch originale Werkzeuge, Farbpigmente und künstlerische Werke, die den Wandel der Techniken vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert zeigen.
Ein besonderer Anziehungspunkt ist die gegenüberliegende „Tenne“, eine Strohdachscheune, die 2002 als Erweiterung des Ausstellungsbereichs eingeweiht wurde. Hier finden Besucher zusätzliche Räumlichkeiten, in denen weitere Exponate präsentiert werden – darunter auch rekonstruierte Innenräume eines historischen Landhauses aus den Marschlanden, etwa aus Billwerder, das seit 1395 zu Hamburg gehört. Die Innenräume wurden mit großer Sorgfalt originalgetreu restauriert, wobei barocke Malereien an den Holzbalkendecken freigelegt und konserviert wurden. Die Farbtechniken und Verzierungen folgen dabei den historischen Vorbildern des 17. und 18. Jahrhunderts.
Direkt neben dem Museum lädt ein barocker Garten zum Verweilen ein. Das Gartenbauamt Bergedorf gestaltete diesen Ziergarten mit ornamentalen Buchsbaumreihen, weißem Kies und sommerblühenden Pflanzen im Stil des 18. Jahrhunderts. Er ergänzt das historische Ambiente des Museums und bietet eine grüne Oase, die sich harmonisch in die Landschaft der Marschlande einfügt. Der Garten ist nicht nur ein ästhetisches Highlight, sondern auch ein Beispiel für die Gartenkunst vergangener Epochen, die eng mit dem Handwerk der Maler und Gärtner verbunden war.
Das Deutsche Maler- und Lackierer-Museum ist somit mehr als nur eine Sammlung von Werkzeugen und Materialien – es ist ein lebendiges Zeugnis handwerklicher Traditionen, das Besucher durch seine authentischen Räume, Exponate und den angeschlossenen Garten in eine andere Zeit entführt. Ideal für Kulturinteressierte, Handwerker und alle, die sich für die Geschichte des kreativen Schaffens begeistern können.