See

Unterer Eschenbacher Teich

38678 Clausthal-Zellerfeld

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Unterer Eschenbacher Teich

Der Untere Eschenbacher Teich liegt im historischen Oberharz im Stadtgebiet von Clausthal-Zellerfeld und zählt zu den bedeutenden Kultur- und Technikdenkmälern der Region. Als künstlich angelegte Talsperre diente er ursprünglich der Wasserversorgung der Bergwerke im Oberharz und ist heute Teil des UNESCO-Welterbes „Bergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft“. Die Anlage wurde vermutlich bereits im 16. Jahrhundert erbaut und im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut und erweitert, um den wachsenden Anforderungen der Bergbauaktivitäten gerecht zu werden.

Der Teich verfügt über ein Fassungsvermögen von rund 191.000 Kubikmetern und wird durch einen etwa 9 Meter hohen sowie 160 Meter langen Staudamm gebildet. Ursprünglich als Alter Eschenbacher Teich bekannt, spielte er eine zentrale Rolle im komplexen System der Oberharzer Wasserwirtschaft. Heute dient er vorrangig dem Hochwasserschutz, weshalb der Wasserspiegel meist etwa zwei Meter unter dem maximalen Stand liegt. Zwei Fallgräben leiten das Wasser gezielt ab – der Obere Fallgraben sowie der Untere Fallgraben, der das Wasser letztendlich zum Zellbach führt. Bei stark abgesenktem Wasserstand können zudem Reste eines älteren, kleineren Dammes im nordöstlichen Bereich des Teichs sichtbar werden, was auf die langjährige Nutzungsgeschichte hinweist.

Das Einzugsgebiet des Unteren Eschenbacher Teichs wird hauptsächlich vom Eschenbach und weiteren südöstlichen Zuflüssen gespeist. Oberhalb des Teichs liegen weitere historische Wasseranlagen wie der Obere Eschenbacher Teich und der sogenannte Kleine Prinzenteich. Auch der Flutgraben aus Richtung Zellerfeld, der aus dem Eschenbacher Flutgraben gespeist wird, trug früher zusätzliches Wasser zu. Diese komplexen Verbindungen zeigen die enge Verzahnung der Teichanlagen untereinander und ihre Bedeutung für die Wasserversorgung der Bergbauaktivitäten im Oberharz.

In den Jahren 1998 und 2018 wurden umfangreiche Instandhaltungsarbeiten an der Dammdichtung durchgeführt, um die Funktionalität und Sicherheit der Anlage langfristig zu gewährleisten. Dennoch kam es in jüngerer Zeit zu Einschränkungen, etwa durch vorübergehende Wasserentnahmen aufgrund von Baumaßnahmen, was Besucher zeitweise dazu führte, den Teich ohne Wasser vorzufinden. Dennoch bleibt der Ort bei Einheimischen und Besuchern beliebt – sowohl als Erholungsort als auch als geschichtsträchtiges Zeugnis vergangener Bergbaukultur.

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