Kirche/Kloster

Maria-Magdalenen-Kirche Berkenthin - Ev.-Luth. Kirchengemeinde Berkenthin

Kirchenstraße 4, 23919 Berkenthin

Highlights

  • Die Maria-Magdalenen-Kirche Berkenthin ist ein romanisch-gotischer Backsteinbau (~1250) mit historischem Kirchberg und barockem Altaraufbau (um 1686).
  • Rollstuhlgerechter Zugang, Parkplatz und WC machen die Kirche inklusiv; der alte Friedhof mit Lübecker Stecknitzfahrer-Grabkreuzen bleibt erhalten.

Tipps

  • Ein rollstuhlgerechter Zugang ermöglicht den barrierefreien Eintritt in den Kirchenraum und die Teilnahme an Veranstaltungen.
  • Der historische Kirchhof mit erhaltenen Grabkreuzen und alten Steinen dokumentiert die über Jahrhunderte gewachsene Bestattungstradition der Gemeinde.
  • Die wiederentdeckten Wandmalereien aus dem 19. Jahrhundert prägen den Innenraum und zeigen die künstlerische Gestaltung der Renovierung.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Maria-Magdalenen-Kirche Berkenthin – Sakrale Kultur

Die Maria-Magdalenen-Kirche Berkenthin ist ein historisches Juwel der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde und ein zentraler Ort für die Menschen in Berkenthin sowie den umliegenden Dörfern Rondeshagen, Göldenitz, Kählstorf, Sierksrade, Düchelsdorf, Niendorf und Klempau. Als einladender Raum für Spiritualität und Gemeinschaft bietet sie nicht nur Gottesdienste, sondern auch vielfältige Angebote für alle Altersgruppen – von Familienveranstaltungen bis zu kulturellen Veranstaltungen.

Der einschiffige Backsteinbau entstand im romanisch-gotischen Übergangsstil auf einem Feldsteinsockel und wurde im frühen 13. Jahrhundert errichtet. Sein markanter Turmhelm in heutiger Form stammt aus dem 19. Jahrhundert, nachdem statische Mängel im ursprünglichen Bauwerk eine Umgestaltung notwendig machten. Besonders sehenswert sind die wiederentdeckten und restaurierten Wandmalereien aus dem späten 19. Jahrhundert, die dem Innenraum eine besondere Atmosphäre verleihen.

Im Zentrum des Chors ragt ein prächtiger barocker Altaraufbau aus dem 17. Jahrhundert hervor, der vermutlich in einer Lübecker Werkstatt gefertigt wurde. Dazu gesellt sich eine Figur der Maria Magdalena aus dem 15. Jahrhundert, die als bedeutendes Kunstwerk des Mittelalters gilt. Ein weiteres Highlight ist eine Kreuzigungsdarstellung aus dem 17. Jahrhundert, die als Sühneleistung für einen Holzfrevel in der Pfarrhölzung überliefert wird.

Die Kirche war über Jahrhunderte die letzte Ruhestätte der Bevölkerung, bis der alte Friedhof im 19. Jahrhundert erweitert werden musste. Heute erinnern noch einige historische Grabsteine und die Grabkreuze der Lübecker Stecknitzfahrer an die lange Tradition als Begräbnisstätte. Mit einer Kapazität von rund 300 Plätzen ist die Maria-Magdalenen-Kirche nicht nur ein Ort der Andacht, sondern auch ein kulturelles Erbe der Region.

Besucher:innen schätzen die barrierefreie Gestaltung: Der Zugang ist rollstuhlgerecht, ebenso wie der Parkplatz und das WC, was die Kirche zu einem inklusiven Ort für alle macht. Mit einer Bewertung von 4,7 Sternen ist sie ein beliebtes Ziel für Kulturinteressierte, die Geschichte und sakrale Architektur erleben möchten.

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