Trittauer Laienspieler von 1951
Highlights
- 1951 gründeten Trittauer Laienspieler mit 13 Aufführungen – darunter ‚Die Verschreibung‘ und ‚De erste Gast‘ – einen lokalen Theatertradition.
- Ab 1978 fanden die Stücke im Bürgerhaus statt, jährlich mit je 8 ausverkauften Vorstellungen im Frühjahr und Herbst.
Tipps
- Der Besuch der Aufführungen erfolgt in zwei Spielstätten: im Bürgerhaus und im Gymnasium Trittau mit jeweils unterschiedlichen Terminen.
- Ein rollstuhlgerechter Zugang ermöglicht die barrierefreie Nutzung sowohl des Eingangs als auch der Sitzplätze im Theater.
- Induktive Höranlagen stehen zur Verfügung, um die Verständlichkeit der Darbietungen für Hörgeschädigte zu verbessern.
Eigenschaften
Theater in Trittau: Trittauer Laienspieler 1951
Der Trittauer Laienspieler von 1951 ist ein traditionsreicher Theaterverein, der seit über sieben Jahrzehnten die kulturelle Szene in Trittau prägt. Gegründet mit einer harmonischen Versammlung, die im gemeinsamen Singen endete, vereint der Verein seit Anfang an die Leidenschaft für Theater und Gemeinschaft. Der erste Vorstand, angeführt vom Bühnenwart Herbert Peckenschneider, legte den Grundstein für ein lebendiges kulturelles Engagement.
Die Anfänge waren bescheiden, doch der Erfolg zeigte sich schnell: In den ersten Jahren fanden bereits 13 Aufführungen statt, darunter Stücke wie *„Die Verschreibung“*, *„Über Kreuz“* oder *„Ohne Interzonenspaß“* in Hochdeutsch sowie *„De erste Gast“* in plattdeutscher Sprache. Die Vorstellungen fanden in der Gaststätte Groth statt, wo der Eintritt mit 1,50 DM berechnet wurde – für Arbeitslose und körperlich Behinderte galt ein ermäßigter Preis. Der große Anklang unter dem Publikum unterstrich den Bedarf und die Freude an selbstorganisiertem Theater.
Mit der Zeit wuchs der Verein und wechselte die Spielorte: Nach dem Holländers Gasthof ab 1973 zog er 1978 ins Bürgerhaus und später ins Gymnasium Trittau, wo heute jährlich ein Frühjahrs- und ein Herbststück mit je acht meist ausverkauften Vorstellungen auf die Bühne gebracht werden. Die Aufführungen im Bürgerhaus finden an 24 Terminen statt, während das Gymnasium mit 28 Terminen ein weiteres kulturelles Zentrum bietet. Barrierefreiheit steht dabei im Fokus: Induktive Höranlagen, rollstuhlgerechte Sitzgelegenheiten und ein rollstuhlgerechter Zugang inklusive WC sorgen für eine inklusive Theatererfahrung.
Die Trittauer Laienspieler bewahren bis heute die Tradition des Laientheaters – mit einer Mischung aus Amateurkunst und professioneller Ausführung. Durch die regelmäßigen Stücke, die von lokalen Laien gespielt werden, bleibt der Verein ein wichtiger Teil des kulturellen Lebens in Trittau. Die überlieferten Chroniken, zusammengestellt von Norbert Weber, dokumentieren diese Entwicklung und zeigen, wie aus einer kleinen Gründungsversammlung ein fest verankerter kultureller Akteur wurde.
Ob als Plattdeutsch-Stück oder klassische Komödie – die Trittauer Laienspieler bieten ein breites Programm, das sowohl Einheimische als auch Besucher begeistert. Der Verein steht für eine lebendige Theaterkultur, die Generationen verbindet und die Freude am gemeinsamen Erleben feiert.