Nicolaiturm
Highlights
- Der Nicolaiturm ist ein mittelalterlicher Torturm an der nordwestlichen Stadtbefestigung von Bautzen.
- Er wurde erstmals 1522 mit einem steinernen Oberteil ausgebaut und erhielt 1775 seine heutige Kegelhaube.
- Am Turm befindet sich ein Stadtwappen sowie der Schlussstein des Torbogens mit dem Kopf des Stadtschreibers Pr(e)ischwitz.
Tipps
- Beim Besuch des Nicolaiturms in Bautzen lohnt ein Blick auf das mittelalterliche Stadtwappen aus Sandstein im oberen Turmbereich.
- Der Schlussstein des Torbogens zeigt angeblich das Porträt des Stadtschreibers Peter Pr(e)ischwitz, der während der Hussitenbelagerung 1429 starb.
- Der Turm ist Teil der historischen Stadtbefestigung und direkt am Nicolaifriedhof gelegen, nahe der Ruine der Nicolaikirche.
Eigenschaften
Ausflug zum Nicolaiturm in Bautzen - Kultur und Denkmal erkunden
Der Nicolaiturm in Bautzen ist ein markantes Zeugnis mittelalterlicher Stadtgeschichte und zählt heute zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern der sächsischen Stadt. Als Teil der ehemaligen nördlichen Stadtbefestigung thront der Torturm direkt am Nicolaifriedhof, in unmittelbarer Nähe zur Ruine der ehemaligen Nicolaikirche. Seine sorbische Bezeichnung unterstreicht die kulturhistorische Bedeutung des Ortes im Kontext der sorbischen Volksgruppe, die seit Jahrhunderten in der Region lebt.
Die Herkunft des Namens führt zurück auf den Heiligen Nikolaus, der im Hochmittelalter besonders bei der Bevölkerung beliebt war. Obwohl die genaue Entstehungszeit des Turmes nicht bekannt ist, belegt die Überlieferung, dass bereits im frühen 16. Jahrhundert das hölzerne Oberteil durch eine steinerne Erweiterung ersetzt wurde. Ein Großbrand im frühen 17. Jahrhundert forderte erhebliche Schäden, woraufhin der Turm mit einer charakteristischen Welschen Haube erneuert wurde. Diese wurde später im Zuge weiterer Kriegseinwirkungen erneut zerstört und erhielt schließlich Anfang des 19. Jahrhunderts ihre heute noch erkennbare Kegelhaube.
Der Turm ist untrennbar mit dem Nicolaitor verbunden, das bis heute seine ursprüngliche spitzbogige Form bewahrt und damit als einziger erhaltener Stadttorzugang Bautzens von historischer Bedeutung ist. Auf der dem Stadtkern zugewandten Seite ziert ein mittelalterliches Sandstein-Wappen den Turm, während der Schlussstein des Torbogens eine besondere historische Note trägt: Er soll den Kopf des Stadtschreibers Peter Pr(e)ischwitz darstellen, der im Zuge der Hussitenkriege versucht haben soll, die Tore der Stadt zu öffnen – ein Vorhaben, das ihm unter Androhung höchster Gewalt untersagt wurde. Sein Kopf soll als Mahnmal am Tor befestigt worden sein.
Im Laufe der Jahrhunderte hat der Nicolaiturm nicht nur militärische und städtebauliche Funktionen erfüllt, sondern ist auch Schauplatz historischer Ereignisse gewesen. Während des Siebenjährigen Krieges wurde das Tor weitgehend zugemauert, nur eine kleine Pforte blieb geöffnet. Erst im Zuge der Modernisierung Anfang des 19. Jahrhunderts wurde der Durchgang wieder vollständig freigegeben. Heute erinnert der Turm nicht nur an die Wehrhaftigkeit der Stadt, sondern auch an ihre religiöse und politische Vergangenheit.
Als Kulturdenkmal mit überdurchschnittlichem Erhaltungswert zieht der Nicolaiturm Besucher aus der ganzen Region an. Mit einer Bewertung von 4,5 von 5 Sternen bei über 100 Bewertungen zählt er zu den besonders gut erhaltenen und geschätzten Sehenswürdigkeiten in Bautzen. Der Turm steht exemplarisch für die reiche Geschichte der Stadt und lädt dazu ein, die Spuren der Vergangenheit hautnah zu erleben.
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Häufige Fragen zu Nicolaiturm
Was ist der Nicolaiturm in Bautzen?
Quelle: wikipedia
Warum heißt der Turm Nicolaiturm?
Quelle: wikipedia
Wann wurde der Nicolaiturm erbaut?
Quelle: wikipedia
Was ist besonders am Nicolaiturm zu sehen?
Quelle: wikipedia