Ausflug Kultur

Sternwarte

Czornebohstraße 82, 02625 Bautzen

Highlights

  • Die Sternwarte Bautzen entstand 1890 im Garten des Städtischen Gymnasiums und diente bis 1891 als Observatorium.
  • 1922 wurde der Fraunhofer-Refraktor in einen gesonderten Raum des Physikkabinettes verlegt, inklusive Beobachtungsraum mit Schiebefenstern.
  • Die Sternwarte ist rollstuhlgerecht zugänglich und verfügt über einen barrierefreien Parkplatz.

Tipps

  • Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht einen barrierefreien Zugang zu den Räumlichkeiten der Sternwarte.
  • Ein gesonderter Beobachtungsraum mit zwei großen Schiebefenstern nach Süden bietet optimale Sichtbedingungen für astronomische Beobachtungen.
  • Die Bedienung des Fernrohrs erfolgt durch manuelle Nachführung mittels zweier Klöppel, was eine interaktive Nutzung ermöglicht.

Eigenschaften

Ganzjährig

Sternwarte Bautzen – Astronomie erleben

Eingebettet in den Garten des Städtischen Gymnasiums, diente sie ursprünglich ab ihrer Errichtung als wissenschaftliche Einrichtung für astronomische Beobachtungen und Lehrzwecke. Ursprünglich als eigenständige Anlage konzipiert, wurde sie später in den Räumlichkeiten der Knaben-Bürgerschule – dem heutigen Schiller-Gymnasium – integriert, wo das Fernrohr im Vorbereitungszimmer für Physik und Chemie aufgestellt wurde.

Das Herzstück der Sternwarte bildet der Fraunhofer-Refraktor, ein hochwertiges Fernrohr, das bis heute für Beobachtungen genutzt wird. Die Nachführung des Teleskops erfolgt dabei traditionell per Hand, gesteuert durch zwei Klöppel. Neben dem Beobachtungsraum entstanden im Laufe der Zeit weitere Räumlichkeiten wie eine Werkstatt, ein Arbeitsbereich und eine Bibliothek, die der wissenschaftlichen Arbeit dienten. Besonders bemerkenswert ist der nach Süden ausgerichtete Beobachtungsraum mit zwei großen Schiebefenstern, die optimale Sichtbedingungen für die Himmelsbeobachtung bieten.

Die Sternwarte war nicht nur ein Ort der Forschung, sondern auch ein Ort der Vermittlung: Im Physikkabinett fanden regelmäßig Ausstellungen statt, bei denen astronomische Instrumente wie elektrische Uhren und eine Sekundenpendeluhr präsentiert wurden. Obwohl das Fernrohr nach seiner Verlegung in den 1890er Jahren zunächst nur begrenzt genutzt wurde, entwickelte sich die Anlage später zu einem festen Bestandteil des Schulbetriebs. Besonders nach der Umwandlung in die Oberrealschule – dem heutigen Gymnasium – wurde die Sternwarte als eigenständiger Beobachtungsraum mit speziellen Fenstern und technischen Einrichtungen ausgebaut.

Heute ist die Sternwarte ein einzigartiges Kulturdenkmal mit wissenschaftshistorischem Wert. Sie bietet nicht nur Einblicke in die Entwicklung der Astronomie, sondern auch einen Blick auf die technische und pädagogische Tradition der Region. Dank ihrer barrierefreien Gestaltung – mit rollstuhlgerechtem Zugang und Parkplatz – steht sie allen Interessierten offen. Ein Besuch lohnt sich besonders für Geschichts- und Naturbegeisterte, die mehr über die Verbindung von Wissenschaft und Bildung in Bautzen erfahren möchten.

Die Sternwarte verbindet somit historische Wissenschaftsgeschichte mit lebendiger Bildungsarbeit und ist ein faszinierendes Ziel für alle, die sich für Astronomie, Technik und lokale Kultur interessieren. Als Teil des schulischen Erbes der Stadt bietet sie nicht nur praktische Einblicke in die Himmelsbeobachtung, sondern auch einen Einblick in die Entwicklung der Bildungslandschaft in Bautzen.

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