Denkmal/Gedenkstätte

Altes Schloss Eremitage

Eremitage 4, 95448 Bayreuth

Highlights

  • Das Alte Schloss Eremitage in Bayreuth wurde 1715 als Zentrum einer höfischen Einsiedelei errichtet.
  • Es ist Teil der 52 Hektar großen Eremitage-Anlage, die zu den bedeutendsten barocken Gartenkunstwerken zählt.
  • Markgräfin Wilhelmine erweiterte das Schloss und ließ barocke Gartenanlagen mit Brunnen und Architekturen anlegen.

Tipps

  • Im Park der Eremitage befinden sich Sitzgelegenheiten und schattenspendende Wege, ideal für Spaziergänge.
  • Das Alte Schloss kann nur mit einer Führung besichtigt werden, die alle 45 Minuten startet.
  • Wasserspiele im Park sind von Mai bis Mitte Oktober stündlich zwischen 10 und 17 Uhr zu sehen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Altes Schloss Eremitage

Die Altes Schloss Eremitage in Bayreuth zählt zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern der Region und ist Teil der historischen Parkanlage Eremitage, die seit dem frühen 18. Jahrhundert besteht. Diese Anlage wurde ursprünglich als höfische Einsiedelei unter Markgraf Georg Wilhelm angelegt und später durch Markgräfin Wilhelmine erweitert und zu einem der herausragenden Beispiele der Gartenbaukultur des Rokoko ausgebaut. Das Alte Schloss bildete das Zentrum dieser barocken und später romantisch gestalteten Parklandschaft, die sich über rund 52 Hektar erstreckt und heute als einer der größten zusammenhängenden Parkanlagen Bayerns gilt.

Das Bauwerk selbst entstand ab 1715 als kleines Sommerschlösschen und diente als Rückzugsort für das höfische Leben. Unter der Regentschaft von Markgraf Friedrich wurde die Anlage seiner Gattin Wilhelmine geschenkt, die daraufhin umfangreiche Umbauten und Erweiterungen initiierte. So entstanden unter anderem prunkvolle Innenräume wie das Japanische Kabinett und das Chinesische Spiegelkabinett, in dem Wilhelmine ihre berühmten Memoiren verfasste. Auch das Musikzimmer zeugt von ihrem kulturellen Anspruch. Die Architektur des Schlosses spiegelt den damaligen Stilwandel wider und zeigt Elemente des Barock sowie des aufkommenden Rokoko.

Die Umgebung des Alten Schlosses ist geprägt durch kunstvolle Gartenarchitektur, darunter geometrisch angelegte Bereiche mit Heckenquartieren, Laubengängen und Wasserspielen, die saisonal aktiv sind. Hinzu kommen landschaftsgestalterische Elemente wie das Ruinentheater, die Untere Grotte sowie verschiedene Brunnenanlagen, die von Joseph Saint-Pierre entworfen wurden. Diese Mischung aus barocker Symmetrie und landschaftlicher Freiheit macht die Anlage zu einem bemerkenswerten Beispiel frühromantischer Gartenkunst. Die Parklandschaft gliedert sich weiter in einen verwilderten Waldteil sowie einen geometrischen Barockgarten und lädt zu Spaziergängen durch abwechslungsreiche Szenarien ein.

Heute wird die Anlage von der Bayerischen Schlösserverwaltung betreut, die auch für den Erhalt und die Pflege der Gebäude und Gartenflächen verantwortlich ist. Besucher können das Alte Schloss nur im Rahmen einer Führung betreten, die regelmäßig angeboten wird und Einblicke in die repräsentativen Räume sowie die Geschichte der Markgrafschaft gewährt. Neben dem Schloss selbst bieten auch der angrenzende Hofgarten und das Neue Schloss mit der Orangerie weitere kulturelle Höhepunkte. Die Gastronomie am Neuen Schloss ergänzt das Angebot und ermöglicht einen Aufenthalt inmitten der historischen Umgebung.

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