Museum

Freimaurermuseum

Im Hofgarten 1, 95444 Bayreuth

Highlights

  • Das Deutsche Freimaurermuseum in Bayreuth beherbergt eine der weltweit größten Sammlungen freimaurerischen Kulturguts.
  • Es zeigt Logenabzeichen, Ritualgegenstände, Arbeitsteppiche und die größte freimaurerische Bibliothek im deutschsprachigen Raum.
  • Das Museum wurde 1902 gegründet und war bis 1933 drittgrößte Freimaurersammlung der Welt, später von Nazis aufgelöst und geplündert.

Tipps

  • Das Museum beherbergt eine umfangreiche Sammlung freimaurerischer Artefakte, darunter Logenabzeichen, Ritualgegenstände und historische Dokumente.
  • Die einzigartige Bibliothek im Museum ist seit über 100 Jahren ein zentraler Ort zur Recherche freimaurerischer Literatur.
  • Besucher profitieren von einem kompetenten museumsdidaktischen Konzept, das komplexe Themen verständlich vermittelt.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Freimaurermuseum

Das Deutsche Freimaurermuseum in Bayreuth zählt zu den bedeutendsten Institutionen seiner Art in Deutschland und beherbergt eine der umfangreichsten Sammlungen freimaurerischen Kulturguts weltweit. Es widmet sich der Ideengeschichte der Freimaurerei sowie deren kulturellen und gesellschaftlichen Einflüssen innerhalb Deutschlands. Die Ausstellung umfasst eine Vielzahl an Exponaten wie Logenabzeichen, Ritualgegenstände, Arbeitsteppiche und eine umfangreiche Bibliothek, die als größte ihrer Art im deutschsprachigen Raum gilt. Die Darstellung folgt den Schwerpunkten der historischen Entwicklung der Freimaurerei, von der mittelalterlichen Bauhütten-Tradition bis zur modernen, spekulativen Bruderschaft.

Die Geschichte des Museums beginnt im frühen 20. Jahrhundert mit Georg Niehrenheim, einem Bayreuther Buchhändler, der die bestehenden Sammlungen der Freimaurerloge „Eleusis zur Verschwiegenheit“ als Grundlage für ein eigenes Museum erkannte. Unter seiner Initiative entstand ein erster Bestand, der durch finanzielle Unterstützung weiterer Logen kontinuierlich erweitert wurde. Ab 1912 leitete der Bayreuther Arzt Dr. Bernhard Beyer das Museum und baute es bis in die 1930er Jahre zu einer der größten Freimaurersammlungen weltweit aus. In dieser Zeit wurde auch die zentrale Freimaurerbibliothek etabliert, die als wissenschaftliche Ressource von großer Bedeutung ist.

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde das Museum aufgelöst und zahlreiche Exponate sowie die Bibliothek geraubt und verschleppt. Die Sammlungen, darunter tausende von Logenabzeichen, Medaillen, Gemälden und Dokumenten, sind bis heute verschollen. Nach dem Zweiten Weltkrieg gelang unter der Leitung von Dr. Beyer und seinen Nachfolgern der Wiederaufbau der Sammlungen. Heute umfasst die Bestandsgröße den Umfang vor 1935 bei weitem. Das Museum wird vom Verein Deutsches Freimaurermuseum e.V. getragen, der seit seiner Eintragung im Jahr 1954 die Pflege und Erforschung des freimaurerischen Erbes in Deutschland vorantreibt.

Die Museumsräume bieten einen Einblick in die Welt der Freimaurer mit Fokus auf Rituale, Ordnungssysteme und das innere Brauchtum der Logen. Die Präsentation erstreckt sich über verschiedene Bereiche, in denen sowohl Alltagsgegenstände als auch historische Dokumente und kunsthandwerkliche Objekte gezeigt werden. Die Bibliothek dient als zentrales Forschungsarchiv und ist wissenschaftlich vernetzt. Neben der Dauerausstellung fungiert das Museum auch als Akteur im internationalen Netzwerk freimaurerischer Institutionen und ist Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Europäischer Freimaurermuseen.

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