Kunstmuseum

Kunstmuseum Bayreuth

Maximilianstraße 33, 91358 Bayreuth-Schießhaus

Highlights

  • Das Kunstmuseum Bayreuth zeigt Kunst des 20. Jahrhunderts mit Sammlungen wie Caspar Walter Rauh, Werner Froemel und Georg Tappert.
  • Barockes Alten Rathaus beherbergt rollstuhlgerechten Zugang, WC und wechselnde Ausstellungen zu gesellschaftlichen Themen wie Kunst in Krisenzeiten.
  • Ausstellung ‚AugenZeugen‘ verbindet Selbstporträts von Besch und Beckmann als Zeugnisse politischer Umbrüche mit Stift und Kamera.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang über den rollstuhlgerechten Eingang ermöglicht einen ungehinderten Besuch des Kunstmuseums.
  • Im Museum werden wechselnde Ausstellungen präsentiert, die sich auf die Kunst des 20. Jahrhunderts und gesellschaftliche Themen konzentrieren.
  • Die Dauerleihgaben der Oberfrankenstiftung sowie die Sammlungen Caspar Walter Rauh und Werner Froemel ergänzen die eigene Sammlung im Alten Barockrathaus.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kunstmuseum Bayreuth: Kultur im Schießhaus

Das Kunstmuseum Bayreuth im historischen Schießhaus der Stadt ist ein bedeutendes kulturelles Zentrum für zeitgenössische Kunst mit einem besonderen Fokus auf das 20. Jahrhundert. Eingebettet in das barocke Gebäude des Alten Barockrathauses, vereint das Museum eine vielfältige Sammlung mit wechselnden Ausstellungen, die gesellschaftliche und künstlerische Entwicklungen der Moderne reflektieren. Besonders hervorzuheben sind die Dauerleihgaben der Oberfrankenstiftung, darunter die Sammlungen von Caspar Walter Rauh und Werner Froemel, sowie die Georg Tappert Schenkung, die das Spektrum von Expressionismus über Neue Sachlichkeit bis hin zu zeitgenössischen Positionen erweitern.

Ein zentraler Schwerpunkt des Museums liegt in der Auseinandersetzung mit politischen und künstlerischen Umbrüchen – etwa durch die Ausstellung *„AugenZeugen mit Stift und Kamera“*, die zwei prägende künstlerische Stimmen verbindet. Hier treffen Armand Beschs fotografisches Selbstporträt aus dem Jahr 1902 auf Max Beckmanns Grafik *„Selbst im Hotel“* (1922), die beide die subjektive Zeugenschaft in Krisenzeiten thematisieren. Beckmanns Werk, während der NS-Zeit als *„entartete Kunst“* diffamiert, wird hier in Dialog mit Beschs fotografischer Perspektive gebracht und lädt Besucher:innen ein, historische und künstlerische Narrative neu zu entdecken.

Neben den Dauerausstellungen bietet das Kunstmuseum Bayreuth ein lebendiges Vermittlungsprogramm, das sowohl Erwachsene als auch Kinder durch Führungen, Workshops und spezielle Projekte anspricht. Die Museumspädagogik gestaltet die Begegnung mit der Kunst interaktiv und macht sie für ein breites Publikum zugänglich. Das Gebäude selbst, mit seinen original erhaltenen Renaissancedecken in den historischen Oberbürgermeisterräumen, unterstreicht den Charme des Ortes und verbindet barocke Architektur mit moderner Kunstpräsentation.

Barrierefreiheit wird großgeschrieben: Der Eingang und die Toiletten sind rollstuhlgerecht gestaltet, sodass das Museum für alle Besucher:innen zugänglich ist. Ob als Ergänzung zu einem Besuch im nahen Marktplatz oder als eigenständiges Erlebnis – das Kunstmuseum bietet eine inspirierende Reise durch die Geschichte und Gegenwart der Kunst.

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