Kirche/Kloster

Curauer Kirche - Ev.-Luth. Kirchengemeinde Curau

Curauer Dorfstraße 6, 23617 Stockelsdorf-Curau

Highlights

  • Die ev.-luth. Kirche in Curau wurde erstmals 1259 urkundlich erwähnt und brannte 1772 sowie 1827 vollständig ab.
  • 1454 und 1763 überstanden zwei Schätze den Brand: ein vergoldeter Silberkelch und eine silberne Taufschale.
  • Nach dem Brand 1827 entstand 1828 ein klassizistischer Kanzelaltar, während die Orgelpfeifen zu kurz gerieten.

Tipps

  • Der klassizistische Kanzelaltar aus dem Jahr 1828 bietet einen historischen Einblick in die Architektur der Kirche nach dem Wiederaufbau nach dem Brand von 1827.
  • Auf dem Friedhof um die Kirche herum sind Grabstätten nach historischen Dorfschaften geordnet, was einen Einblick in die regionale Gliederung des Ortes ermöglicht.
  • Ein vergoldeter Silberkelch aus dem Jahr 1454 und eine silberne Taufschale von 1763 zählen zu den wenigen erhaltenen Kunstwerken aus vorangegangenen Epochen der Kirchengemeinde.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Ev.-Luth. Kirche Curau – Kulturausflug Stockelsdorf

Die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Curau in Stockelsdorf-Curau beherbergt eine der ältesten Kirchen der Region, deren Ursprünge bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Kirche im Jahr 1259, doch ihre Wurzeln reichen vermutlich bis ins Jahr 1160 zurück. Über die Jahrhunderte hinweg prägten Brände und Umbauten das Erscheinungsbild des Gotteshauses – so brannten Turm und Pastorat 1772 nieder, und ein Großbrand im Jahr 1827 zerstörte die Kirche vollständig. Trotz dieser Rückschläge überdauerten zwei wertvolle Relikte: ein vergoldeter Silberkelch aus dem Jahr 1454 und eine silberne Taufschale von 1763, die bis heute als Zeugnisse vergangener Zeiten erhalten sind.

Der klassizistische Kanzelaltar von 1828 markiert den Neuanfang nach dem verheerenden Brand und steht heute als zentrales Element im Inneren der Kirche. Die Geschichte der Kirchengemeinde ist eng mit den politischen und konfessionellen Umbrüchen der Region verbunden. Ursprünglich als Teil des Klosters Ahrensbök verwaltet, wurde Curau im 16. Jahrhundert Teil des Herzogtums Holstein-Plön. Die Reformation brachte 1580 mit Johann Leonysius einen ersten evangelischen Pfarrer nach Curau, während die letzten katholischen Geistlichen bereits 1504 im Kloster Ahrensbök gedient hatten. Besonders die Zeit um 1662 war von Tragik geprägt, als das Predigerhaus abbrannte und fast alle Kirchenbücher verloren gingen – nur eine Aufzeichnung des Organisten in plattdeutscher Sprache blieb erhalten.

Der Friedhof um die Kirche, nach historischen Dorfschaften gegliedert, spiegelt die lange Tradition des Ortes wider. Im 19. Jahrhundert teilte sich Curau in einen „lübschen“ (Kurau) und einen „oldenburgischen“ Anteil, was die komplexe Verwaltungsgeschichte der Region unterstreicht. Seit der Reformation blieb die Kirchengemeinde ein Ort des Austauschs und der regionalen Verbundenheit. Heute steht die Kirche nicht nur als historisches Denkmal, sondern auch als lebendiger Raum für Gottesdienste und gemeindliche Veranstaltungen. Regelmäßig finden gemeinsame Feiern mit Nachbargemeinden statt, die die kulturelle Prägung der Umgebung betonen.

Mit einer Bewertung von 4,7 von 5 Sternen (basierend auf 21 Bewertungen) gilt die Kirchengemeinde als ein Ort der Wertschätzung und des Respekts. Die Kirche vereint sakrale Geschichte mit gegenwärtigem Gemeindeleben und lädt Besucher ein, die Spuren vergangener Epochen zu erkunden – von den mittelalterlichen Anfängen bis zu den reformatorischen Umbrüchen. Wer sich für regionale Geschichte und protestantisches Erbe interessiert, findet hier ein authentisches Stück Mecklenburg-Vorpommerns kulturellen Erbes.

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