Stiftung HAUS HANSESTADT DANZIG
Highlights
- Die Stiftung HAUS HANSESTADT DANZIG zeigt Danzigs Geschichte von 997 bis heute in Lübeck – inkl. Solidarność und UNESCO-geschützter Architektur.
- Gotisches Lagerhaus (1310) mit Barockmöbeln: 1983 als Dokumentationszentrum eröffnet, seit 1987 Teil des Lübecker UNESCO-Weltkulturerbes.
- Rollstuhlgerechtes Museum mit digitalem 3D-Rundgang – virtuelle Besuche ermöglichen Einblicke in Danzigs Kultur und Wissenschaftsgeschichte.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität einen ungehinderten Eintritt ins Gebäude.
- Ein digitaler 3D-Rundgang steht zur Verfügung, der die Ausstellungen virtuell erkunden und vorab kennenlernen lässt.
- Die Ausstellung zeigt historische Zusammenhänge zwischen Lübeck und Danzig, insbesondere zur Hansezeit und der Rolle der Stadt als Kulturzentrum.
Eigenschaften
Stiftung HAUS HANSESTADT DANZIG – Lübeck Altstadt Kulturmuseum
Die Stiftung HAUS HANSESTADT DANZIG in der Lübecker Altstadt ist ein faszinierendes Zeugnis der historischen Verbindung zwischen Lübeck und der ehemaligen Freien Stadt Danzig. Das Gebäude an der Engelsgrube 66, erstmals 1310 im Lübecker Stadtarchiv erwähnt, verkörpert über sieben Jahrhunderte die wechselvolle Geschichte der Hanse und des kulturellen Austauschs zwischen beiden Städten. Ursprünglich als Lagerhaus im gotischen Stil errichtet, diente es später als Sitzungsort für den Danziger Rat und beherbergte prächtige Barockmöbel, die bis heute Zeugnis der städtischen Repräsentation ablegen.
Die Engelsgrube, seit 1259 als „Engelsche Grove“ dokumentiert, war ein zentraler Handelsplatz für englische Waren – ein Hinweis auf die wirtschaftliche Bedeutung Lübecks als Drehscheibe der Hanse. Das Haus selbst durchlief im 19. Jahrhundert eine Umnutzung zur Munitionsfabrik, bevor es 1983 nach einer aufwendigen Restaurierung als Dokumentationszentrum für Danzigs Geschichte wiedereröffnet wurde. Seit 1987 ist es als Teil des UNESCO-Weltkulturerbes „Lübecker Altstadt“ geschützt und verbindet so architektonisches Erbe mit historischer Bedeutung.
Im Inneren lädt die Ausstellung „Chronik eines Jahrtausends“ zu einer Reise durch Danzigs Entwicklung von der Gründung als slawischer Ort im 10. Jahrhundert bis zur modernen Konsulatsgeschichte des vereinten Deutschlands. Besonders hervorgehoben werden prägende Ereignisse wie die Gründung der Gewerkschaft Solidarność in den 1980er Jahren, die Danzig international bekannt machte. Ein besonderes Highlight ist der erhaltene gotische Hofgiebel, der die ursprüngliche Bauweise des 14. Jahrhunderts eindrucksvoll widerspiegelt.
Seit 2024 bietet die Stiftung zudem einen digitalen 3D-Rundgang, der Besuchern die Möglichkeit gibt, die Ausstellungen auch virtuell zu erkunden. Dieser innovative Ansatz ermöglicht es, die historischen Räume – von der hohen Lagerhalle bis zu den barocken Sitzungssälen – ohne physische Anwesenheit zu erleben. Die barrierefreie Gestaltung mit rollstuhlgerechtem Zugang und WC unterstreicht zudem den Anspruch der Stiftung, Kultur für alle zugänglich zu machen.
Das HAUS HANSESTADT DANZIG ist damit nicht nur ein Museum, sondern ein lebendiges Dokument der Hansegeschichte und ein Ort, an dem die Verbindungen zwischen Lübeck und Danzig greifbar werden. Es zeigt, wie Architektur, Politik und Alltagsleben über Jahrhunderte miteinander verwoben waren – und wie diese Geschichte bis in die Gegenwart nachwirkt.