Heiliger Felsen
Highlights
- Der Heilige Felsen liegt im historischen „Heilingholz“ und wurde nach der Kirchenstiftung von Kottingwörth benannt.
- In den 1970er Jahren errichtete die katholische Landjugend ein neues Kreuz, einen Steg und eine Absturzsicherung.
- Vom Felsen aus bieten sich schöne Ausblicke, heute ist er ein gepflegter Aussichtspunkt für Wanderer und Nordic-Walking-Routen.
Tipps
- Der Heilige Felsen ist über alte Wege von Kottingwörth oder Paulushofen erreichbar, am besten geeignet für Wanderungen mit festem Schuhwerk.
- Ein markiertes Holzkreuz und Steg bieten Orientierung und sicheren Aufenthalt am Aussichtspunkt, der eine schöne Rundumsicht ermöglicht.
- Die nahegelegene Flur „Birklach“ dient als guter Ausgangspunkt für den Zugang zur Felsengruppe.
Eigenschaften
Über Heiliger Felsen
Der Heilige Felsen ist eine markante Felsformation im Stadtgebiet von Beilngries im Landkreis Eichstätt, Bayern. Der Name leitet sich aus der historischen Verbindung zur Kirchenstiftung von Kottingwörth ab, zu deren Besitz seit jeher auch der umgebende Wald gehört hat. Aus der Volksmundbezeichnung „Heilingfelsen“, abgeleitet von „Heiling“ als umgangssprachlichem Namen des Kirchenpatrons, entwickelte sich im Laufe der Zeit die heutige Bezeichnung „Heiliger Felsen“. Die Felsengruppe liegt im sogenannten „Heilingholz“ und war früher von weitem sichtbar, was ihr im Zweiten Weltkrieg zur Aufstellung eines einfachen Holzkreuzes durch Jugendliche aus Kottingwörth verhalf.
In den 1970er Jahren wurde das Kreuz durch die katholische Landjugend von Paulushofen erneuert. In Zusammenarbeit mit der Pfarrgemeinde und der Stadt Beilngries entstand ein begehbarer Steg samt Absturzsicherung, der den Felsen für Wanderer zugänglich machte. Der Weg dorthin führt von Kottingwörth aus über das sogenannte „Irrloch“, eine Flurname, die auf Volkslegenden zurückgeht. Danach sollen in diesem Tal zwischen Kottingwörth und dem Felsen Irrlichter gesichtet worden sein, die von Aberglauben umtriebene Geister erzeugt wurden, um Reisende in die Irre zu führen. Diese Sagen trugen zur mystischen Ausstrahlung des Ortes bei und prägten die örtliche Flurbezeichnung.
Der Heilige Felsen grenzt an die Flur von Paulushofen, genauer gesagt an das Gebiet „Birklach“, von wo aus der ehemalige Aussichtspunkt gut erreichbar ist. Die Felsformation selbst ist heute ein beeindruckendes Naturdenkmal, das sowohl für Einheimische als auch für Besucher ein lohnendes Ausflugsziel darstellt. Die katholische Landjugend hat sich seit jeher dafür eingesetzt, den Felsen als kulturellen und landschaftlichen Anziehungspunkt zu erhalten. Die Stelle bietet eine schöne Aussicht und lädt zur Besinnung und zum Verweilen ein. Die Pflege des Ortes geschieht in enger Abstimmung mit der Kirchenverwaltung von Kottingwörth.
Beilngries selbst verfügt über eine reiche Stadtgeschichte, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Die Stadt lag einst an wichtigen Fernverkehrsachsen und bot beispielsweise durchreisenden Mönchen eine Herberge. Wirtschaftlich geprägt durch den Weinbau und später auch durch Bierbrauereien, entwickelte sich Beilngries zu einer mittelalterlichen Handelsstadt mit eigener Brauerei und öffentlicher Wasserversorgung. Diese Tradition spiegelt sich bis heute in der regionalen Gastronomie wider. Der Heilige Felsen steht somit nicht nur für eine geologische Besonderheit, sondern auch für die Verbindung von Natur, Geschichte und Volkskunde der Region.