Ruine

Burgruine Metternich

Burg Metternich, 56814 Beilstein

Eigenschaften

Outdoor Bildung Romantisch Kulturell Ganzjährig

Über Burgruine Metternich

Die Burgruine Metternich liegt auf einem rund 60 Meter hohen Bergsporn über der Ortsgemeinde Beilstein in Rheinland-Pfalz. Die ausgedehnte Anlage thront etwa 150 Meter über dem Moseltal und gewährt von ihrem Standort aus einen weiten Blick über das umliegende Tal. Die Burg wird über einen Zugang von Norden erreicht, der durch mehrere Zwinger führt. Heute zählt die Ruine zu den bedeutenden kulturhistorischen Denkmälern der Region und ist ein beliebtes Ausflugsziel.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Burg um das Jahr 1268 unter dem Namen „Burg, die Beilstein genannt wird“. Sie befand sich damals im Besitz der Familie von Braunshorn, die als Lehensträger des Kölner Erzbistums fungierte. Nach dem Aussterben der Familie um 1361 gelangte die Burg in den Besitz der Herren von Winneburg. Während des Dreißigjährigen Krieges blieb die Anlage weitgehend unversehrt, obwohl sie von verschiedenen Truppen besetzt wurde. Im Jahr 1637 kam sie schließlich in den Besitz der Familie von Metternich, von der sie ihren heutigen Namen trägt. Im Pfälzer Erbfolgekrieg wurde die Burg 1689 durch französische Truppen zerstört und nicht wieder aufgebaut.

Die heutige Burgruine erstreckt sich auf einem Gelände von etwa 80 mal 50 Metern. Teilweise erhaltene Reste mehrerer Wohngebäude deuten darauf hin, dass die Burg einst von mehreren Familien als Ganerbenburg bewohnt wurde. Überragt wird die Anlage vom fünfeckigen Bergfried, der eine Höhe von 25 Metern erreicht. Dieser kann als Aussichtsturm bestiegen werden und bietet einen beeindruckenden Panoramablick ins Moseltal. In den erhalteneren Gebäudeteilen der ehemaligen Burg befindet sich heute eine Gaststätte mit Biergarten, die den Besuch mit einer gastronomischen Einrichtung verbindet.

Die Burgruine steht von April bis November mehrmals wöchentlich für Besucher offen. Der Bergfried lädt mit seiner Höhe und Aussichtsplattform zu einer Erkundung der umliegenden Landschaft ein. Die Panoramaterrasse, die einst dem Fürsten Metternich zugeordnet wurde, unterstreicht den repräsentativen Charakter der Anlage. Die Ruine ist heute privat geführt und nach mehreren Besitzerwechseln in der Hand der Familie Sprenger-Herzer.

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