Kirmes und Karnevalsgesellschaft Bendorf 1930 e.V. (KuK)
Highlights
- Seit 1930 organisiert der Verein KuK in Bendorf Kirmes und Karneval als traditionelle Gemeinschaftsveranstaltungen.
- 1931 fand der erste Maskenball statt, 1936 die erste Prunksitzung – Karneval wurde nach 26 Jahren 1937 wiederbelebt.
- 1986 entstand die Schlabbeflecker-Garde, 1988 die Mittelgarde; der Verein fördert seit Jahrzehnten Nachwuchs und Brauchtum.
Tipps
- Der Besuch der traditionellen Sitzungen findet in der Stadthalle statt, wo ein festliches Ambiente durch historische Dekoration und karnevalstypische Elemente geprägt wird.
- Die Teilnahme an Umzügen oder Auftritten der Kindergarde bietet Einblicke in die karnevalistische Arbeit mit jüngeren Mitgliedern seit den 1970er-Jahren.
- Die Bewirtung während der Veranstaltungen erfolgt durch den Verein selbst, sodass regionale Spezialitäten und karnevalstypische Getränke angeboten werden.
Eigenschaften
Karneval & Kirmes in Bendorf: KuK 1930 e.V.
Die Kirmes und Karnevalsgesellschaft Bendorf 1930 e.V. (KuK) ist ein traditionsreicher Verein, der seit über neunzig Jahren das kulturelle Leben in Bendorf prägt. Gegründet 1930, knüpfte die Gesellschaft an die jahrzehntelange Tradition der Bendorfer Kirmes und des Karnevals an – eine Zeit, in der die „Immer lustig“-Kirmesgesellschaft bereits 1927 ihre Aktivitäten einstellen musste. Die KuK wurde damit zum Herzstück des bendorfer Festkultur, das bis heute mit Leidenschaft und Gemeinschaftsgeist gefeiert wird.
Schon früh prägte der Verein die lokale Karnevalskultur: 1931 fand der erste Maskenball statt, und 1936 leitete Toni Schmidt die erste Prunksitzung. Ein Meilenstein war 1937 die Wiederbelebung des Rosenmontagszugs nach einer 26-jährigen Pause – eine Initiative, die zur Gründung weiterer Karnevalsvereine wie dem Dilettanten Club „Blau Gelb“ oder der Alten Bendorfer Carnevalsgesellschaft (ABC) führte. Um die Koordination zu stärken, entstand 1951 der Festausschuss Bendorfer Karneval, dessen erster Vorsitzender Toni Schmidt wurde. Sein Nachfolger Aloys Volk prägte die KuK in den folgenden Jahrzehnten maßgeblich.
Die 1960er Jahre brachten neue Impulse: Werner Breuer übernahm die Führung, während der Verein seine Strukturen ausbaute. 1970 entstand zwar eine Konkurrenz in Form der Bendorfer Narrenzunft, doch die KuK blieb handfest – etwa durch die Gründung der Kindergarde, die auch jüngeren Generationen einen Platz im Verein bot. 1986 formierte sich zudem die Gruppe der Schlabbeflecker, und 1988 folgte die Mittelgarde, um Teenager an die Karnevalstradition heranzuführen. Ein besonderes Highlight war die Eierkrone, die unter Kronenbaumeister Werner Vogt auf 25 Eier wuchs – ein Symbol für handwerkliches Können und bendorfer Stolz.
Die jüngere Vereinsgeschichte zeigt eine offene und innovative Ausrichtung: 2014 ersetzte der „Kölsche Frühschoppen“ den traditionellen „Bunten Abend“ im Zweijahresrhythmus, während die KuK 2018 eine Freundschaft mit dem Kürassierregiment Vettelschoss pflegte – eine Verbindung zur ehemaligen Gemeinde des Bendorfer Pastors. Auch die Kirmes 2022 zeigte, dass der Verein trotz Pandemiezeiten weiterhin lebendig bleibt und die bendorfer Traditionen mit Leben füllt. Ob Prunksitzungen, Umzüge oder gemütliche Abende: Die KuK steht für eine Kultur, die Gemeinschaft, Humor und regionale Identität verbindet.