Denkmal/Gedenkstätte

Jüdischer Friedhof

54538 Bausendorf

Highlights

  • Der jüdische Friedhof in Bausendorf wurde um 1880 angelegt und umfasst 17 Grabsteine.
  • Ein älterer jüdischer Friedhof befand sich im Waldgelände hinter dem Alfbach, heute nicht mehr auffindbar.
  • Der Friedhof wurde mehrfach geschändet, zuletzt im April 2004.

Tipps

  • Beim Besuch des jüdischen Friedhofs in Bausendorf sollte man die Lage an der Bundesstraße 421 kennen, ca. 300 Meter vor der Abzweigung nach Bausendorf von Kinderbeuern kommend.
  • Der Friedhof wurde um 1880 angelegt und verfügt über 17 erhaltene Grabsteine, wobei die meisten ohne Inschriftentafel sind.
  • Im Frühjahr 2021 wurden durch Pflegemaßnahmen der katholischen Kirchengemeinde zwei weitere Grabsteine geborgen und sichtbar gemacht.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Jüdischer Friedhof

Der Jüdische Friedhof in Bausendorf liegt im Landkreis Bernkastel-Wittlich im Bundesland Rheinland-Pfalz. Er befindet sich an einem kleinen Heckengrundstück an der Bundesstraße 421, etwa 300 Meter vor der Abzweigung nach Bausendorf in Richtung Hontheim, auf der linken Straßenseite. Die Fläche des Friedhofs beträgt 1,8 Ar. Ursprünglich wurde der Friedhof um das Jahr 1880 angelegt. Es sind insgesamt 17 Grabsteine erhalten, wobei bei den meisten die Inschriftentafeln fehlen oder nicht mehr lesbar sind. Die noch vorhandenen Datumsangaben auf den Grabsteinen reichen von 1914 bis 1926.

Der Friedhof wurde im Laufe der Jahre mehrfach geschändet, unter anderem während der NS-Zeit sowie in den Jahren 1950 und 2004. Dennoch bleibt er ein Zeugnis jüdischer Geschichte in der Region. Neben dem erhaltenen Friedhof gab es einen älteren jüdischen Begräbnisplatz in der sogenannten „Lay“, einem abschüssigen Waldgelände hinter dem Alfbach. Dieser ältere Friedhof ist heute nicht mehr auffindbar, doch Karten und mündliche Überlieferungen älterer Einheimischer belegen seine Existenz. Noch vor einigen Jahrzehnten waren dort vereinzelte Grabsteine zu sehen.

Der jüngere Friedhof wird heute als kleines, denkmalgeschütztes Kulturdenkmal wahrgenommen und von einem engagierten Arbeitskreis gepflegt. Im Frühjahr 2021 fanden auf dem Gelände Pflegemaßnahmen durch eine Gruppe der katholischen Kirchengemeinde statt. Dabei wurden unter anderem zwei Grabsteine geborgen, auf denen sich erhaltene Inschriften mit den Namen Abraham Wendel und Pauline Kaufmann befanden. Die Inschriften geben Auskunft über die Verstorbenen sowie deren Geburts- und Todesdaten und spiegeln die religiöse Tradition der jüdischen Bestattung wider.

Einige Grabsteine zeigen charakteristische Elemente jüdischer Grabkultur, darunter hebräische Schriftzüge und der Davidstern. Besonders auffällig ist ein Grabsteinfragment mit einem ungewöhnlich großen Davidstern. Die friedhofsseitige Darstellung der segnenden Hände der Kohanim auf einem der Grabsteine verdeutlicht die religiöse Zugehörigkeit der Verstorbenen. Der Friedhof steht in engem kulturellen Zusammenhang mit der ehemaligen Synagoge in Bausendorf, die ebenfalls Zeugnis einer aktiven jüdischen Gemeinde vor Ort abgibt.

Bewertungen

5,0 (1) 5.0 aus 1 Bewertung (Google)

Auf Google

5,0 (1) 5.0 · 1 Bewertung auf Google
Auf Google ansehen

In der Nähe

Gastronomie in der Nähe

Übernachtung in der Nähe

Wetter & Pollenflug am Standort

Wetter wird geladen…
7-Tages-Vorhersage…