Großsteingrab Labömitz Fpl. 1
Highlights
- Das Großsteingrab Fpl. 1 liegt 300 m südwestlich von Labömitz und 80 m südöstlich der Straße nach Katschow.
- Es besteht aus einem länglichen Hügel mit mehreren großen Steinen, wobei das ursprüngliche Aussehen nicht rekonstruierbar ist.
- Die meisten anderen Steingräber der Trichterbecherkultur in der Nähe wurden im 19. Jahrhundert zerstört.
Tipps
- Beim Besuch des Großsteingrabs Fpl. 1 in Benz lohnt sich ein Abstecher zum Tierhof Labömitz, um mehr über die Tierwelt der Insel Usedom zu erfahren.
- Das Grab Fpl. 1 liegt etwa 300 Meter südwestlich von Labömitz und ist über einen Feldweg zu Fuß erreichbar.
- Vor Ort können interessierte Besucher Informationen über die jungsteinzeitlichen Trichterbecherkultur und die Geschichte der Steingräber erhalten.
Eigenschaften
Über Großsteingrab Labömitz Fpl. 1
Das Großsteingrab Labömitz Fpl. 1 ist eine bedeutende archäologische Stätte der Jungsteinzeit und zählt zu den wenigen noch erhaltenen Zeugnissen der Trichterbecherkultur auf der Insel Usedom. Es liegt im Ort Benz, im Landkreis Vorpommern-Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern, etwa 300 Meter südwestlich des Ortsteils Labömitz. Die Anlage befindet sich rund 80 Meter südöstlich der Straße nach Katschow und ist Teil eines historischen Grabfeldes, von dem heute nur noch zwei Anlagen erhalten geblieben sind. Ursprünglich gab es hier mehrere megalithische Gräber, die jedoch im 19. Jahrhundert größtenteils abgetragen und zerstört wurden.
Das Grab Fpl. 1 selbst ist durch einen länglichen Hügel gekennzeichnet, auf dem mehrere große Steine liegen. Aufgrund der Zerstörung vieler anderer Gräber im Umfeld lässt sich das ursprüngliche Aussehen der Anlage nicht mehr vollständig rekonstruieren. Einige der vorhandenen Steine sind möglicherweise Lesesteine, was die Deutung der Struktur zusätzlich erschwert. Die archäologische Erforschung der Anlage erfolgte bereits 1884, als die beiden nördlich gelegenen Gräber systematisch abgetragen und untersucht wurden. Die dabei geborgenen Funde, darunter Keramik und Steinwerkzeuge, gelangten ins Museum von Stettin und zeugen von einer späten Nutzung durch die Kugelamphoren-Kultur.
Im direkten Umfeld des Großsteingrabs Fpl. 1 befindet sich heute der Tierhof Labömitz e.V., eine Auffangstation für Tiere in Not auf der Insel Usedom. Dieser Tierhof, der ebenfalls in Benz ansässig ist, hat sich seit seiner Gründung 1999 dem Schutz und der artgerechten Unterbringung von Haus-, Hof- und Wildtieren verschrieben. Besucher des Tierhofs erhalten regelmäßig Führungen und Einblicke in die Tierhaltung sowie die Vereinsarbeit. Der Hof beherbergt unter anderem Gänse, Esel, Katzen und Hunde, die entweder langfristig untergebracht oder vermittelt werden. Der Tierhof genießt bei Besuchern eine hohe Beliebtheit, wie die zahlreichen positiven Bewertungen mit einem Durchschnitt von 4,8 von 5 Sternen belegen.
Die Kombination aus archäologischem Erbe und modernem Tierschutz macht Benz zu einem lohnenswerten Ausflugsziel. Während das Großsteingrab Fpl. 1 an die frühe Besiedlung der Region durch steinzeitliche Kulturen erinnert, leistet der Tierhof Labömitz einen wichtigen Beitrag zum Tierschutz auf Usedom. Beide Orte sind eng miteinander verknüpft und bieten Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, sowohl Geschichte als auch Gegenwart des Ortes hautnah zu erleben. Die besondere Atmosphäre und die familiäre Struktur des Tierhofs laden dazu ein, sich intensiv mit dem Leben und der Arbeit vor Ort auseinanderzusetzen.