Mahlweiher
Highlights
- Der Mahlweiher ist ein 1,3 Hektar großes Stillgewässer in Bergatreute, Baden-Württemberg.
- Er liegt etwa 598 Meter über NHN und wird hauptsächlich vom Girasweiher gespeist.
- Seit 2000 ist der Weiher im Aktionsprogramm zur Sanierung oberschwäbischer Seen beteiligt.
Tipps
- Der Mahlweiher ist ein stillgelegtes Gewässer mit einer Fläche von 1,3 Hektar und liegt etwa zwei Kilometer südöstlich von Bergatreute.
- Das Einzugsgebiet umfasst rund 165 Hektar, wobei die Nährstoffbelastung durch landwirtschaftliche Flächen beeinflusst wird.
- Seit 2000 ist der Weiher im Aktionsprogramm zur Sanierung oberschwäbischer Seen zur Verbesserung der Wasserqualität eingebunden.
Eigenschaften
Ausflug zum Mahlweiher in Bergatreute – Naturerlebnis am See
Der Mahlweiher liegt im Herzen der Gemeinde Bergatreute im Landkreis Ravensburg in Baden-Württemberg und zählt zu den schöngelegenen Naturperlen der Region. Dieser rund 1,3 Hektar große See befindet sich auf einer Höhe von etwa 598 Metern über Normalhöhennull und ist ein Stillgewässer von besonderer ökologischer Bedeutung. Rund zwei Kilometer südöstlich der Ortsmitte von Bergatreute gelegen, befindet sich der Weiher in unmittelbarer Nähe der Weiler Giras, Tal und Talmühle. Obwohl er sich im Privatbesitz befindet, ist er ein wichtiger Bestandteil der regionalen Natur- und Erholungslandschaft.
Der Mahlweiher wird hauptsächlich durch den Abfluss des nördlich gelegenen Girasweihers gespeist. Sein Wasser gelangt anschließend über den Girasbach in die Wolfegger Ach, die wiederum in den Bodensee mündet und somit letztendlich zum Rhein und zur Nordsee führt. Mit einem Einzugsgebiet von etwa 165 Hektar spielt der Weiher eine bedeutende Rolle im regionalen Wasserhaushalt. Die mittlere Tiefe des Sees beträgt 1,2 Meter, die maximale Tiefe 2,4 Meter, was einem Wasservolumen von rund 15.300 Kubikmetern entspricht.
Seit Anfang des 21. Jahrhunderts ist Bergatreute gemeinsam mit Wolfegg am Aktionsprogramm zur Sanierung oberschwäbischer Seen beteiligt, zu dem auch der Mahlweiher gehört. Ziel dieses Programms ist es, Nährstoffeinträge in Gewässer zu reduzieren, um deren ökologischen Zustand langfristig zu verbessern und zu erhalten. Das Umland des Sees wird zu unterschiedlichen Zwecken genutzt: Fünf Prozent der Fläche dienen Siedlungszwecken, 30 Prozent sind bewaldet und 65 Prozent werden landwirtschaftlich genutzt – davon entfallen 35 Prozent auf Grünland und 30 Prozent auf Ackerland.
Der Mahlweiher beherbergt eine vielfältige Fauna und Flora. Zu den im Gewässer heimischen Fischarten gehören unter anderem Aal, Barsch, Brasse, Hecht, Karpfen, Rotauge, Rotfeder, Schleie, Wels und Zander. Auch Wasserpflanzen wie Gelbe Teichrose, Raues Hornblatt, Tannenwedel und Weiße Seerose tragen zur Artenvielfalt bei. Diese Lebensräume sind eng mit dem ökologischen Zustand des Sees und seines Einzugsgebiets verknüpft und werden durch das Sanierungsprogramm aktiv gefördert und erhalten.
Als Ausflugsziel bietet der Mahlweiher Naturliebhabern und Spaziergängern ein ruhiges Plätzchen inmitten der schwäbischen Albregion. Die unmittelbare Nähe zu den umliegenden Weilern und die landschaftliche Einbindung machen ihn zu einem lohnenswerten Zwischenstopp für alle, die die Natur und ihre Besonderheiten im Landkreis Ravensburg entdecken möchten.