CATS Bibliothek (Centrum für Asienwissenschaften und transkulturelle Studien, Univ. Heidelberg)
Highlights
- CATS-Bibliothek vereint Sammlungen zu Ostasien, Südasien, Ethnologie und transkulturellen Studien unter einem Dach.
- DigiCATS bietet Zugang zu 500 digitalisierten Medien wie chinesischen Comics, Postern und Musik aus Sondersammlungen.
Tipps
- Im Foyer wird aktuell eine Ausstellung zu asianistischen Propagandaplakaten aus Mandschukuo (1932–1945) gezeigt, die wissenschaftliche Forschungsergebnisse präsentiert.
- Der Arbeitsbereich mit Carrels ermöglicht die vorübergehende Aufbewahrung von Medien aus dem Bestand der Universitäts- und CATS-Bibliothek während der Nutzung.
Eigenschaften
Ausflug Kultur Bibliothek CATS Heidelberg Bergheim
Die CATS-Bibliothek (Centrum für Asienwissenschaften und transkulturelle Studien) der Universität Heidelberg in Bergheim zählt zu den bedeutendsten asiatischen Forschungsbibliotheken Deutschlands. Als zentrale Sammlung des Centrum für Asienwissenschaften vereint sie die Bestände des Zentrums für Ostasienwissenschaften, des Südasieninstituts, der Ethnologie sowie des Heidelberg Centre for Transcultural Studies.
Ein besonderer Fokus liegt auf der digitalen Zugänglichkeit: Die Plattform digiCATS bietet in einer Beta-Version Zugang zu über 500 Medien aus den Sammlungen, darunter chinesische Comics, historische Poster und Musikaufnahmen. Diese digitale Erweiterung ergänzt die traditionellen Bestände und ermöglicht interdisziplinäre Studien zu transkulturellen Phänomenen. Nutzer:innen können zudem in den Carrels – individuellen Arbeitsplätzen – Medien aus der Universitätsbibliothek und der CATS-Bibliothek vorübergehend aufbewahren, was die Forschung vor Ort optimiert.
Die CATS-Bibliothek ist nicht nur ein Ort der Wissensspeicherung, sondern auch ein lebendiger Raum für kulturellen Austausch. Im Foyer finden regelmäßig Ausstellungen statt, die aktuelle Forschungsergebnisse präsentieren. Aktuell zeigt die Ausstellung „Pan-Asianist Solidarity: Visual Propaganda of Manchukuo, 1932–1945“ selten gezeigte Propagandamaterialien aus Mandschukuo – eine einzigartige Gelegenheit, historische Bildpropaganda außerhalb Japans zu erkunden. Ergänzt wird das Programm durch Buchpräsentationen wie den monumentalen Band „Murals of Tibet“ von Thomas Laird, der über 500 tibetische Wandgemälde in einer Kombination aus fotografischer Dokumentation und wissenschaftlicher Analyse vereint.
Die CATS-Bibliothek richtet sich an Studierende, Wissenschaftler:innen und alle Interessierten, die sich mit asiatischen Kulturen, transkulturellen Studien oder vergleichender Forschung beschäftigen. Durch ihre umfassenden Sammlungen und innovativen Zugangswege leistet sie einen maßgeblichen Beitrag zur internationalen asienwissenschaftlichen Debatte. Ob für die Recherche, die Ausstellungskultur oder die digitale Wissensvermittlung – die Bibliothek verbindet Tradition und Moderne und bietet ein inspirierendes Umfeld für den Austausch über globale Perspektiven.
Mit ihrem hohen wissenschaftlichen Niveau und der Vielfalt ihrer Bestände ist die CATS-Bibliothek ein unverzichtbarer Anlaufpunkt für alle, die sich mit den komplexen Wechselwirkungen zwischen Asien und der globalen Welt auseinandersetzen. Die Kombination aus historischen Archiven, aktuellen Forschungsprojekten und interaktiven Formaten macht sie zu einem einzigartigen Ort der Wissensvermittlung in Bergheim.