Königsforst
Highlights
- Der Königsforst ist mit 2519 Hektar das größte zusammenhängende Waldgebiet der rechtsrheinischen Mittelterrasse und liegt zu Teilen in Köln.
- Das Gelände beherbergt zahlreiche historische Hügelgräber der Hallstatt-Kultur und war seit dem 10. Jahrhundert königlicher Bannwald.
- Heute ist der Königsforst Naturschutz- und FFH-Gebiet und beinhaltet mit dem Monte Troodelöh den höchsten Punkt Kölns.
Tipps
- Wanderwege sind gut ausgeschildert, aber bei Regen nass – wetterfeste Kleidung ist ratsam.
- Der Monte Troodelöh bietet einen der höchsten Punkte Kölns mit Blick über die Stadt.
- Hunde sind willkommen, aber an der Leine zu halten – das Gelände ist groß und teilweise unbefestigt.
Eigenschaften
Über Königsforst
Der Königsforst ist ein über 2500 Hektar großes Waldgebiet im Osten von Köln im Stadtbezirk Kalk. Als Teil der Bergischen Heideterrasse stellt er das größte zusammenhängende Waldareal der rechtsrheinischen Mittelterrasse dar. Das Gelände erstreckt sich teilweise auch auf das Gebiet des Rheinisch-Bergischen Kreises. Mit seiner nahezu geschlossenen Waldstruktur, zahlreichen Wanderwegen und naturnahen Bereichen gilt der Königsforst als bedeutsames Naherholungsgebiet in der Region. Besonders der Monte Troodelöh, der höchste Punkt innerhalb des Kölner Stadtgebiets, zieht Besucher an. Das Waldgebiet wird durch ein umfangreiches Wegenetz erschlossen und lädt sowohl zu Spaziergängen als auch zu längeren Wanderungen ein.
Das Areal des Königsforsts ist nicht nur landschaftlich reizvoll, sondern auch von hohem naturschutzfachlichem Wert. Es wurde 1991 als Naturschutzgebiet ausgewiesen und ist zudem Teil des europäischen FFH-Gebietsnetzes. Typische Lebensräume sind unter anderem Hainsimsen-Buchenwälder, Eichen-Hainbuchenwälder sowie feuchte Auenwälder entlang natürlicher Bachläufe. Diese Vielfalt an Biotoptypen fördert eine artenreiche Flora und Fauna. Ein Wildgehege im Bereich Brück ermöglicht Einblicke in den Lebensraum heimischer Tierarten. Auch vereinzelte Offenlandbereiche tragen zur landschaftlichen Abwechslung bei und bieten Raum für Pioniervegetation.
Die Geschichte des Königsforsts reicht weit zurück. Spuren früher Besiedlung aus der Eisenzeit, insbesondere Hügelgräber der Hallstatt-Kultur, zeugen von der kulturhistorischen Bedeutung des Areals. Im Mittelalter war der Forst zunächst ein Bannwald im Besitz der Frankenkönige und später des Erzbischofs von Köln. Ab dem 12. Jahrhundert gelangte das Gebiet unter die Kontrolle der Grafen von Berg, die es als Jagdrevier nutzten. Im Zuge der Säkularisation wurde der Wald staatlichem Eigentum zugeführt. Im 19. Jahrhundert führten Rodungen unter napoleonischer Herrschaft zu erheblichen Veränderungen, ehe eine gezielte Aufforstung einsetzte. Während des Zweiten Weltkriegs diente das Gebiet als militärisches Truppenübungsland. Heute sind noch vereinzelte Reste dieser Zeit, etwa Bunkerfundamente, im Wald zu finden.
Der Königsforst ist sowohl mit dem Auto über die Autobahn A 3 als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Die Endhaltestelle „Königsforst“ der Stadtbahnlinie 9 liegt direkt am Waldrand. Besucher schätzen die Ruhe und die frische Luft im Wald, die sich zu jeder Jahreszeit bieten. Neben Wanderungen sind auch Radtouren sowie Spaziergänge mit Haustieren möglich. Einige Gäste berichten von ihren Erfahrungen mit Hund und Familie, die besonders den See im Wald sowie die abwechslungsreichen Wege genießen. Auch bei schlechtem Wetter bleibt der Forst ein beliebtes Ausflugsziel, solange die Wege nicht zu stark vereist oder verschneit sind. Mit einem Google-Rating von 4,5 von 5 Sternen bei über 200 Bewertungen zeigt sich, dass der Königsforst bei Besucherinnen und Besuchern aufgrund seiner Natur und Erholungsmöglichkeiten sehr gut ankommt.