Denkmal/Gedenkstätte

Stolperstein für Wilhelm Lichtenberg

Kanalstraße 11, 59192 Bergkamen

Highlights

  • Stolperstein für Wilhelm Lichtenberg erinnert an NS-Opfer der Euthanasie-Morde in Bergkamen.
  • Arbeitskreis Bergkamener Stolpersteine dokumentiert Leben und Schicksal von Betroffenen wie Lichtenberg.
  • Projekt des Stadtmuseums Bergkamen widmet sich vor allem vergessenen Kindern als NS-Opfer

Tipps

  • Der Arbeitskreis Bergkamener Stolpersteine dokumentiert die Lebensgeschichten der Opfer im Stadtmuseum Bergkamen und bietet dort vertiefende Informationen an.
  • Das Projekt widmet sich besonders der Erinnerung an Kinder, die im Rahmen der NS-Euthanasie zu Opfern wurden, und stellt deren Schicksale im Kontext der lokalen Geschichte dar.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Stolperstein Lichtenberg Bergkamen Kultur-Denkmal

Der Stolperstein für Wilhelm Lichtenberg in Bergkamen ist ein bewegendes Mahnmal, das an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Stolpersteine – initiiert vom Künstler Gunter Demnig – sind kleine, in den Boden eingelassene Gedenktafeln, die an die Verfolgung, Deportation und Ermordung von Menschen durch das NS-Regime erinnern. In Bergkamen wurden besonders die Schicksale von Opfern der NS-Euthanasie aufgearbeitet, darunter auch das eines Kindes aus der Region.

Wilhelm Lichtenberg gehört zu den Personen, deren Leben durch die systematische Verfolgung des Regimes zerstört wurde. Der Stolperstein an seinem ehemaligen Wohnort dient als stummer Zeuge seiner Geschichte und mahnt zur Erinnerung. Der Arbeitskreis Bergkamener Stolpersteine, in Kooperation mit dem Stadtmuseum Bergkamen, hat sich die Aufgabe gestellt, diese Gedenksteine zu platzieren und die Biografien der Betroffenen zu dokumentieren. Besonders im Fokus stehen dabei die Opfer der NS-Euthanasie, darunter drei Bergkamener Kinder, deren Schicksale besonders tragisch und verdienterweise in den Mittelpunkt der Erinnerung gerückt wurden.

Die Stolpersteine in Bergkamen sind nicht nur historische Zeugnisse, sondern auch Orte der Reflexion. Sie fordern auf, innezuhalten und sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen. Durch die Einbettung in den öffentlichen Raum werden sie zu einem Teil des Stadtbildes und erinnern daran, dass Vergessen die Gefahr der Wiederholung birgt. Der Arbeitskreis sorgt dafür, dass die Geschichten der Opfer nicht in Vergessenheit geraten und dass die Erinnerung lebendig bleibt.

Ein Besuch des Stolpersteins für Wilhelm Lichtenberg bietet die Möglichkeit, sich mit der lokalen NS-Geschichte auseinanderzusetzen und die Bedeutung der Gedenkarbeit zu verstehen. Die Tafeln sind Teil eines bundesweiten Projekts, das seit den 1990er-Jahren läuft und bis heute an Bedeutung gewinnt. Bergkamen zeigt damit, wie eine Stadt aktiv Erinnerungskultur lebt und die Opfer des Nationalsozialismus würdigt.

Wer sich für die Geschichte der Stolpersteine und die Schicksale der Betroffenen interessiert, findet im Stadtmuseum Bergkamen weitere Informationen und Ausstellungen. Die Arbeit des Arbeitskreises unterstreicht die Bedeutung lokaler Initiativen, die dazu beitragen, dass die Vergangenheit nicht vergessen wird und die Lehren aus ihr für die Zukunft gezogen werden.

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