Parks & Gärten

Auf dem Krämer

57489 Drolshagen

Highlights

  • Das Naturschutzgebiet 'Auf dem Krämer' liegt im Märkischen Kreis, südöstlich von Meinerzhagen, direkt am Rand des Südsauerländer Berglandes.
  • Es schützt eine seltene Wacholderheide als kulturhistorisches Relikt ehemaliger Beweidungsformen sowie bodenständige Laubwaldgesellschaften.

Tipps

  • Das Naturschutzgebiet Auf dem Krämer ist besonders für Interessierte an seltener Wacholderheide und kulturhistorischen Relikten ehemaliger Beweidungsformen geeignet.
  • Ein leichter Weg führt durch das Gebiet – geeignet für Spaziergänge mit Beobachtungsmöglichkeiten von typischen Pflanzen- und Tierarten der Region.
  • Aufgrund der geringen Größe des Gebiets ist eine kurze Besuchszeit ausreichend, ideal auch für spontane Naturerlebnisse zwischendurch.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Auf dem Krämer

Das Naturschutzgebiet „Auf dem Krämer“ liegt im nordrhein-westfälischen Drolshagen und gehört damit zum Kreis Olpe. Es ist ein landschaftlich reizvolles Gebiet, das besonders durch seine naturräumliche Zuordnung zum Südsauerländer Bergland geprägt ist. Die Fläche des rund 1,05 Hektar großen Schutzgebiets umfasst verschiedene Lebensräume, darunter Wacholderheiden, lichte Kiefernmischwälder sowie Birken-Eichen-Mischbestände. Diese Vielfalt an Biotopen macht das Areal zu einem für die Region bedeutsamen Naturraum.

Im Zentrum des Naturschutzgebiets steht die Wacholderheide, die als kulturhistorisch wertvolles Relikt ehemaliger Beweidungsformen gilt. Diese Heideflächen sind heute selten geworden und werden gezielt gepflegt, um ihren Erhalt zu sichern. Ein Teil der Fläche wird durch Schafbeweidung offengehalten, was zur Herausbildung magerer Grünlandstrukturen beiträgt. Im nordwestlichen Bereich schließt sich ein Birken-Eichen-Mischwald an, während im Süden lichter Kiefernmischwald vorherrscht. Diese Waldbestände weisen in der Krautschicht Strukturen auf, die an Kahlschlagsfluren erinnern.

Das Schutzziel des Gebiets umfasst die Erhaltung, Pflege und Wiederherstellung der seltenen Wacholderheide sowie der bodenständigen Laubwaldgesellschaften. Besonderes Augenmerk liegt auf der Förderung standorttypischer Pflanzen- und Tierlebensgemeinschaften auf nährstoffarmen Böden. Die Wacholderheide gilt als ökologisch wertvolles Element des Naturraums und zeigt in ihren lichteren Beständen ein breites Spektrum an Krautschichtarten. Östlich des Gebiets befindet sich ein brachgefallener Teil der Heide, der durch gezielte Pflegemaßnahmen wie Entkusselung und Beweidung langfristig wieder in einen guten Erhaltungszustand versetzt werden soll.

Das Naturschutzgebiet ist Teil eines größeren Landschaftsverbundes und grenzt im Süden an Grünflächen, im Norden schließen sich Wald- und Ackerflächen an. Die unmittelbare Nachbarschaft zur Listertalsperre im Märkischen Kreis unterstreicht die landschaftliche Bedeutung der Region, ohne dass diese direkt in das Schutzgebiet eingreift. Aufgrund seiner geringen Größe hat das Areal vor allem lokale Bedeutung, trägt jedoch durch die Erhaltung seltener Biotope wie der Wacholderheide zum landschaftsökologischen Wert der Umgebung bei.

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