Denkmal/Gedenkstätte

Knochenmühle

Mühlhofe 10, 58540 Meinerzhagen-Valbert

Highlights

  • Die Knochenmühle in Meinerzhagen-Valbert wurde 1837 oder 1849 erbaut und diente der Herstellung von Knochenmehl als Dünger.
  • Das Gebäude wurde von Gottfried Stamm errichtet und ist seit 1986 unter Denkmalschutz.
  • Die Mühle wurde 1944 aufgegeben, nachdem 1939 die Herstellung von Tiermehl verboten wurde.

Tipps

  • Die Knochenmühle ist nur jeden ersten Freitag im Monat geöffnet – vorherige Anreise planen.
  • Im Obergeschoss befindet sich eine historische Schusterwerkstatt, die es zu entdecken lohnt.
  • Am Mühlhofe finden regelmäßig Veranstaltungen statt, etwa das Mühlenfest mit Flohmarkt und Verpflegung.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Knochenmühle

Die Knochenmühle befindet sich im nordrhein-westfälischen Meinerzhagen-Valbert und zählt heute zu den ortsbildprägenden Kulturdenkmälern der Region. Das aus dem 19. Jahrhundert stammende Gebäude war ursprünglich Teil einer Wassermühle, die zur Verarbeitung von Knochen zu Düngemitteln diente. Betrieben wurde die Mühle von Gottfried Stamm, der Knochen von umliegenden Metzgereien und Schlachthöfen aufkaufte, um daraus Knochenmehl herzustellen. Angetrieben wurde das Stampfwerk der Mühle über ein Mühlrad, das mit Wasser aus der nahegelegenen Ihne gespeist wurde. Diese wurde an der Stelle abgezweigt und zu einem künstlichen Mühlbach aufgestaut.

Nachdem ab 1939 die Herstellung von Tiermehl gesetzlich verboten wurde, verlor die Knochenmühle ihre wirtschaftliche Funktion und wurde einige Jahre später aufgegeben. Das Gebäude drohte zu verfallen, bis es 1986 in die Liste der Baudenkmäler der Stadt Meinerzhagen aufgenommen wurde. Danach erfolgte eine umfassende Sanierung, wodurch das historische Erscheinungsbild erhalten und für die Nachwelt gesichert werden konnte. Heute dient die Knochenmühle als kultureller Anlaufpunkt und beherbergt unter anderem eine historische Schusterwerkstatt im Obergeschoss.

Die Mühle wird regelmäßig im Rahmen von Veranstaltungen wie dem alljährlichen Mühlenfest oder dem Tag des offenen Denkmals für Besucher geöffnet. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der detailreichen Modellpräsentation, die den historischen Betrieb anschaulich nachvollziehbar macht. Gastronomisches Angebot in unmittelbarer Nähe sorgt für Verpflegungsmöglichkeiten, wobei Speisende und Trinkende gelegentlich kleine Andenken erhalten. Die Knochenmühle genießt bei Besucherinnen und Besuchern ein hohes Ansehen, was sich in überwiegend positiven Bewertungen widerspiegelt.

Die Öffnung der Knochenmühle erfolgt nicht täglich, sondern in der Regel nur an bestimmten Terminen, etwa an jedem ersten Freitag im Monat. Interessierte erhalten so die Gelegenheit, die Besonderheiten des industriellen Erbes der Region erleben. Die Mühle steht exemplarisch für die Entwicklung der Landwirtschaft und der Düngemittelherstellung im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Als Teil des musealen und kulturellen Erbes von Meinerzhagen wird sie vom örtlichen Heimatverein betreut und in dessen Programm aktiv in die Gestaltung von Ausstellungen und Veranstaltungen einbezogen.

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