Wanderweg

Bilstein im Höllental

37269 Eschwege

Highlights

  • Der Bilstein im Höllental ist mit 284,3 m die höchste Diabasklippe im Werragebirge.
  • Er ist seit 1914 unter Naturschutz und gehört heute zum FFH-Gebiet Natura 2000.
  • Auf dem Felsen thronte von 1120 bis 1594 die Burg Bilstein, heute nur noch Mauerreste vorhanden.

Tipps

  • Beim Aufstieg zum Bilstein im Höllental lassen sich Reste der alten Burganlage am Hang entdecken, halb verborgen im Pflanzendickicht.
  • Oben angekommen führt ein Holzsteg am Felsen entlang und bietet sicheren Zugang bei gleichzeitigem Schutz der Natur.
  • Die Wanderung um den Bilstein ist eine abwechslungsreiche Runde mit landschaftlicher Schönheit, geeignet für Spaziergänge, Joggen oder Radfahren.

Eigenschaften

Outdoor Entspannt Ganzjährig

Über Bilstein im Höllental

Der Bilstein im Höllental erhebt sich im nordhessischen Eschwege und ist mit einer Höhe von rund 284 Metern über dem Meeresspiegel die höchste Klippe des Werragebirges. Geologisch besteht er aus Diabas, einem vulkanischen Gestein, das durch seine Widerstandskraft gegen Verwitterung die markante Felsformation formte. Diese geologische Besonderheit trug maßgeblich dazu bei, dass der Bilstein bereits früh unter Naturschutz gestellt wurde. Seit 1914 genießt das Gelände Schutzstatus, zunächst als Naturdenkmal, später als Landschaftsschutzgebiet und seit 2008 als Teil des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000.

Das Felsmassiv ragt nahezu senkrecht aus dem Höllental auf und überragt die Talsohle um etwa hundert Meter. Diese enge Talformung entstand durch die Ablagerung des widerstandsfähigen Diabasgesteins, das das Flussbett der Berka um den Felsen lenkt. Im Umfeld des Bilsteins finden sich weitere Durchbrüche dieses Gesteins, welche die landschaftliche Eigenart des Tales unterstreichen. Die unmittelbare Umgebung gehört zur Gemarkung von Albungen, einem Ortsteil der Stadt Eschwege im Werra-Meißner-Kreis. Das Areal ist zudem Teil des Geo-Naturparks Frau-Holle-Land und in die naturräumliche Einheit des Soodener Berglands eingebettet.

Historisch war der Bilstein bis ins 16. Jahrhundert besiedelt. Auf seinem Gipfel thronte die Burg Bilstein, deren Reste heute nur noch vereinzelt sichtbar sind. Die Burg wurde im Laufe der Jahrhunderte abgetragen, doch ihre Fundamente und einige Mauerzüge zeugen noch heute von der ehemaligen Anlage. Wanderer, die den steilen Aufstieg unternehmen, entdecken am Hang Reste der alten Befestigung, halb von Vegetation überwuchert. Am Gipfel führt ein Holzsteg vorbei, der den Zugang zu besonders empfindlichen Stellen regelt und den Fels vor Überbeanspruchung schützt.

Das Gelände ist sowohl für Spaziergänge als auch für kürzere Wanderungen geeignet. Die Wege sind vielseitig und bieten eine abwechslungsreiche Mischung aus Waldpfaden, felsigen Aufstiegen und offenen Aussichtspunkten. Die Flora und Fauna profitieren vom langjährigen Schutzstatus, was sich in der Vielfalt der heimischen Pflanzen- und Tierwelt widerspiegelt. Neben Wanderern nutzen Jogger, Radfahrer und Hundebesitzer den Bereich gerne für Erholungszwecke. Die landschaftliche Schönheit und die ruhige Atmosphäre machen den Bilstein zu einem empfehlenswerten Ausflugsziel in der Region.

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