Kooperationsraum Bad Sooden-Allendorf
Highlights
- Der Kooperationsraum Bad Sooden-Allendorf bietet barocke Kunst: eine 1684 geschnitzte Kanzel mit Pelikan-Symbol von Heinrich Erdinger.
- Rollstuhlgerechter Parkplatz und barrierefreies WC ergänzen den Raum für Veranstaltungen in der Kirchengemeinde.
- Historische Chororgel aus dem 18. Jh. stammt aus der Weißenbacher Dorfkirche und prägt den akustischen Raum.
Tipps
- Der rollstuhlgerechte Parkplatz ermöglicht eine einfache und barrierefreie Anreise zum Kooperationsraum.
- Die historische Chororgel aus dem 18. Jahrhundert aus Weißenbach am Meißner bietet akustisch ansprechende Möglichkeiten für musikalische Veranstaltungen.
- Die spätbarocke Kanzel von 1684 mit dem Pelikan-Symbol als religiöses Symbol prägt den Raum und lädt zur Betrachtung ein.
Eigenschaften
Kultur & Sakrales in Bad Sooden-Allendorf entdecken
Der Kooperationsraum Bad Sooden-Allendorf ist ein bedeutender kultureller und sakraler Ort in der Gemeinde, der durch seine historische und architektonische Vielfalt besticht. Als Teil der evangelischen Kirchengemeinde verbindet er sakrale Tradition mit moderner Nutzung und dient als Raum für Begegnung, Gottesdienst und kulturelle Veranstaltungen. Besonders hervorzuheben ist die Chororgel, die um das Jahr 1800 aus der alten Dorfkirche von Weißenbach am Meißner stammt und mit ihrer historischen Klangwelt die Akustik des Raumes prägt. Die spätbarocke Kanzel von 1684, geschaffen vom Schmalkaldener Künstler Heinrich Erdinger, ziert mit ihrem Pelikan-Symbol als Opfersymbol den Innenraum und verweist auf die theologische Bedeutung der Gemeinschaft.
Der Kooperationsraum liegt in unmittelbarer Nähe zu weiteren historischen Kirchenbauten der Region, die jeweils eigene Geschichten erzählen. So befindet sich die Kirche Kleinvach nur wenige Kilometer entfernt – ein Bauwerk aus dem Jahr 1598, das als Patronatskirche derer von Hombergk entstand und heute noch als Zeugnis regionaler Adelsgeschichte wirkt. Die Verbindung zu diesen Orten unterstreicht die tiefe Verwurzelung des Glaubenslebens in der Landschaft um Bad Sooden-Allendorf, die von mittelalterlichen Ursprüngen bis zur barocken Prägung reicht.
Ein besonderes Merkmal des Kooperationsraums ist seine offene und inklusive Ausrichtung. Der Ort bietet nicht nur rollstuhlgerechte Zugänge und barrierefreie Sanitäranlagen, sondern schafft auch Raum für abwechslungsreiche Gottesdienste und gemeindliche Aktivitäten. Pfarrer Michael Kleinvach, seit 2011 im Amt, legt dabei einen Fokus auf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie auf die Gestaltung lebendiger, zugänglicher Gottesdienste – eine Haltung, die den Raum zu einem Ort der Begegnung für alle Generationen macht. Die Nähe zum alten Gutshof in Kleinvach und die historische Burgruine in Oberrieden, auf der die dortige Kirche 1786 neu errichtet wurde, unterstreichen zudem die enge Verknüpfung von Sakralbau und regionaler Geschichte.
Der Kooperationsraum Bad Sooden-Allendorf ist damit mehr als nur ein Gotteshaus: Er ist ein Ort der Erinnerung, des Austauschs und der kulturellen Prägung. Durch seine historischen Schätze wie die Orgel und die Kanzel, aber auch durch moderne Nutzungsformen, spiegelt er die Dynamik einer Gemeinde wider, die Tradition und Gegenwart verbindet. Ob für spirituelle Suche, kulturelle Veranstaltungen oder gemeindliches Leben – der Raum lädt ein, Teil dieser lebendigen Tradition zu werden.