Denkmal/Gedenkstätte

Cäcilie Weissenberg

Pichelsdorfer Str. 71, 13595 Berlin, Deutschland

Highlights

  • Cäcilie Weissenberg wurde 1898 in Czersk (Westpreußen) geboren.
  • Sie wurde 1943 nach Theresienstadt deportiert und später 1944 in Auschwitz ermordet.
  • Ein Stolperstein für sie befindet sich in der Pichelsdorfer Straße 12 in Berlin-Wilhelmstadt.

Tipps

  • Früh morgens anrufen, da Öffnungszeiten oft nicht eingehalten werden.
  • Alternativ online über die Website informieren, um aktuelle Angaben zu erhalten.
  • Stolpersteine können jederzeit besucht werden, da sie öffentlich zugänglich sind.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Cäcilie Weissenberg

Der Gedenkstein für Cäcilie Weissenberg ist ein Stolperstein in Berlin, der an das Schicksal einer jüdischen Bürgerin erinnert, die während der nationalsozialistischen Zeit deportiert und ermordet wurde. Cäcilie Weissenberg, geborene Cohn, wurde 1898 in Czersk (Westpreußen) geboren. Sie lebte später in Berlin, wo sie am 29. Januar 1943 nach Theresienstadt deportiert wurde. Von dort wurde sie rund eineinhalb Jahre später weiter in das Vernichtungslager Auschwitz gebracht und dort ermordet. Der Stolperstein wurde 2018 in der Pichelsdorfer Straße in Wilhelmstadt verlegt und erinnert nun dauerhaft an ihr Leben und ihr tragisches Ende.

Cäcilie Weissenberg war die Großmutter von Hanni Lévy, geborene Weissenberg, einer bekannten Holocaust-Überlebenden und Zeitzeugin, deren Leben unter anderem in einem Dokumentarfilm thematisiert wurde. Während Hanni Weissenberg es mit großem Mut und Hilfe von Mitmenschen schaffen konnte, sich während der NS-Zeit zu verstecken und zu überleben, endete das Leben ihrer Großmutter im Exil und im Vernichtungslager. Die Familie Weissenberg war in Berlin heimisch, und Cäcilie verlor ihre Tochter, Hanni Levy’s Mutter, bereits vor der Deportation. Die Verbindung zur Berliner Stadtgeschichte zeigt sich nicht nur in der Familiengeschichte, sondern auch in der Erinnerungskultur, die durch Initiativen wie die Stolpersteine sichtbar wird.

Die Stolpersteine sind eine Mahnung und ein Zeugnis der Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus. Sie wurden von dem Künstler Gunter Demnig ins Leben gerufen und verlegt, um das Andenken an diejenigen wachzuhalten, die verfolgt, deportiert und ermordet wurden. Der Stolperstein für Cäcilie Weissenberg steht in direktem Zusammenhang mit der Initiative „Stolpersteine in Berlin“, die sich der Aufarbeitung der NS-Vergangenheit widmet und durch Forschung sowie ehrenamtliches Engagement lebendig bleibt. Die Gedenksteine sind keine anonymen Denkmäler, sondern tragen Namen, Geburts- und Todesdaten sowie Orte des Wirkens der Opfer – und damit ihre individuelle Geschichte.

Der Stolperstein für Cäcilie Weissenberg befindet sich im Berliner Bezirk Spandau, genauer in Wilhelmstadt. Er erinnert an eine Frau, deren Leben eng mit der jüdischen Gemeinschaft Berlins verbunden war und die, wie viele andere, Opfer der systematischen Judenverfolgung wurde. Die Verlegung im Jahre 2018 unterstreicht, dass das Gedenken an die Opfer auch Jahrzehnte nach 1945 weitergeht. Die Stolpersteine laden dazu ein, innezuhalten, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen und den Menschen hinter den Namen zu gedenken. Sie sind ein kultureller und historischer Anker in der Stadt und Teil einer lebendigen Erinnerungskultur.

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