Kulturzentrum

Jugendzentrum Johannisthal

Winckelmannstraße 56, 12487 Berlin

Highlights

  • Das ehemalige Kinderheim A. S. Makarenko in Johannisthal war mit 600 Plätzen das größte seiner Art in der DDR.
  • Die Anlage steht heute unter Denkmalschutz und beherbergt seit 2024 das Jugendzentrum JuJo.
  • Kunst am Bau prägt die Architektur des Jugendzentrums, darunter Werke bekannter DDR-Künstler.

Tipps

  • Das Jugendzentrum bietet tägliche Angebote für Kinder und Jugendliche ohne Elternbegleitung.
  • Selbstbehauptungstraining für Mädchen findet jeden Freitag statt.
  • Das ehemalige Kinderheim A. S. Makarenko war das größte seiner Art in der DDR.

Eigenschaften

Kulturell Ganzjährig

Kulturzentrum Jugendzentrum Johannisthal in Berlin entdecken

Das Jugendzentrum Johannisthal in Berlin-Johannisthal zählt heute zu den bedeutenden Kultur- und Denkmalschutzobjekten der Stadt. Errichtet in den Jahren 1952 bis 1953, war es ursprünglich als Hauptkinderheim des Magistrats von Berlin Ost konzipiert und sollte wegweisend für die Heimerziehung in der DDR werden. Mit einer Kapazität von bis zu 600 Kindern war es das größte Kinderheim der DDR und prägte über mehrere Jahrzehnte das Leben zahlreicher junger Menschen. Die Anlage wurde nach dem Pädagogen Anton S. Makarenko benannt und diente zunächst als Normalkinderheim, ehe sie ab 1981 ausschließlich für Kinder mit Hilfsschulstatus genutzt wurde. Auf dem Gelände befanden sich zwei Schulgebäude, die im Zuge der Umstellung in Hilfsschulen umgewandelt wurden. Nach der Wiedervereinigung ging die Einrichtung in die Trägerschaft des Jugendaufbauwerkes über und wurde 1995 in ein Sozialpädagogisches Jugendzentrum (SPJZ) umgewandelt, bevor es 1998 endgültig schloss. Über viele Jahre bestand eine enge internationale Verbindung zur Kinderstadt Fót in Ungarn sowie zur FICE, einer internationalen Vereinigung für Kinder- und Jugendhilfe. Die Architektur des Kinderheims steht im Stil des Sozialistischen Klassizismus und wurde von den Architekten Gerhard Eichler, Gerhard Höft und Hermann Henselmann entworfen. Die Gebäude sind nicht nur architektonisch, sondern auch kunsthistorisch von Bedeutung. Im Zuge des Baus wurde großer Wert auf „Kunst am Bau“ gelegt – die Fassaden zieren Plastiken, Sgraffiti und kunstvoll gestaltete Fenster. Zu den beteiligten Künstlern zählten unter anderem Wolfgang Frankenstein, Walter Womacka und Bert Heller. Auch die 1970 enthüllte Büste von Anton S. Makarenko zeugt von der künstlerischen Ausrichtung der Einrichtung. Heute steht die Gesamtanlage unter Denkmalschutz und erinnert mit ihrer eindrucksvollen Architektur sowie ihrem bewegten pädagogischen Erbe an eine wichtige Epoche der deutschen Nachkriegsgeschichte. Als Kulturzentrum lädt der Ort zu Besuchen ein, die Geschichte hautnah erfahren wollen – fernab vom Alltag und doch mitten im pulsierenden Leben Berlins. Die Anlage ist ein Ort der Erinnerung, der Bildung und der kulturellen Auseinandersetzung, der sowohl für Familien als auch für Interessierte der DDR-Geschichte von Bedeutung ist.

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Häufige Fragen zu Jugendzentrum Johannisthal

Was ist das JuJo Berlin-Johannisthal?
Das JuJo ist ein Kinder-, Jugend- und Kiezzentrum in Berlin-Johannisthal, das Angebote für Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren bereitstellt. Stand Mai 2026.

Quelle: website

Wann ist das Jugendzentrum JuJo geöffnet?
Das JuJo ist montags bis freitags von 12:00 bis 19:00 Uhr geöffnet. Stand Mai 2026.

Quelle: website

Welche Angebote gibt es für Jugendliche im JuJo?
Für Jugendliche gibt es unter anderem einen offenen Jugendbereich, ein Jugendcafé mittwochs von 20:00 bis 00:00 Uhr sowie Selbstbehauptungstraining. Stand Mai 2026.

Quelle: website

Was war das Kinderheim A. S. Makarenko?
Das Kinderheim A. S. Makarenko war ein 1953 eröffnetes und später geschlossenes Heim in Berlin-Johannisthal, das bis zu 600 Kinder aufnahm und unter Denkmalschutz steht. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia