Museum

NS-Zwangsarbeit in Adlershof

Britzer Str. 5, 12439 Berlin

Highlights

  • In Berlin wurden während des Zweiten Weltkriegs über 500.000 Menschen durch NS-Zwangsarbeit ausgebeutet.
  • Der Siemens-Konzern setzte KZ-Häftlinge unter anderem in Berlin-Adlershof zur Zwangsarbeit ein.
  • Italienische Militärinternierte wurden ab 1943 in Berlin wie Kriegsgefangene behandelt und zur Zwangsarbeit verpflichtet.

Tipps

  • Eintritt ist frei, Audioguides sind verfügbar und vielsprachig nutzbar.
  • Das Gelände umfasst ehemalige Unterkunftsbaracken mit Dauerausstellungen und wechselnden Sonderausstellungen.
  • Öffentliche Führungen finden samstags und sonntags zu festen Uhrzeiten statt, ohne Anmeldung.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig Barrierefrei

NS-Zwangsarbeit in Adlershof: Kultur und Geschichte in Berlin entdecken

Das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Adlershof ist eine zentrale Erinnerungs- und Bildungsstätte, die sich mit der Geschichte der Zwangsarbeit während des Nationalsozialismus beschäftigt. Es befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Zwangsarbeiterlagers Niederschöneweide, das heute als eines der wenigen fast vollständig erhaltenen Lager aus dieser Zeit gilt. Die ehemaligen Unterkunftsbaracken dienen nun als Ausstellungs- und Veranstaltungsräume und erinnern eindrücklich an das Schicksal der Millionen von Menschen, die während des Zweiten Weltkriegs gegen ihren Willen zur Arbeit gezwungen wurden.

Die Dauerausstellung „Alltag Zwangsarbeit 1938–1945“ zeigt anschaulich und multiperspektivisch, unter welchen Bedingungen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Berlin und Umgebung leben und arbeiten mussten. Neben der Hauptausstellung gibt es auch spezielle Dauerausstellungen wie „Italienische Militärinternierte 1943–1945“, die sich mit einer bislang weniger beachteten Gruppe von Betroffenen beschäftigt. Multimedia-Guides in zahlreichen Sprachen ermöglichen einen selbstständigen Rundgang mit vertonten Erklärungen und Zeitzeugenberichten. Der Eintritt ist frei, und Führungen werden kostenlos angeboten.

Das Zentrum versteht sich nicht nur als Museum, sondern auch als Ort der politischen Bildung und des internationalen Austauschs. Es beherbergt eine Bibliothek mit fachliteratur, ein Archiv mit digitalen Zeitzeugeninterviews sowie eine internationale Jugendbegegnungsstätte. Regelmäßig finden Workshops, Vorträge und Bildungsprogramme statt, die sich an verschiedene Zielgruppen richten – von Schulklassen bis hin zu internationalen Gruppen. Besucher haben die Möglichkeit, sich intensiv mit der Thematik auseinanderzusetzen und die historischen Zusammenhänge zu verstehen.

Die Geschichte des Standorts reicht bis ins Jahr 1943 zurück, als das Lager zunächst von der Roten Armee genutzt wurde, später in der DDR jedoch für gewerbliche Zwecke weitergeführt wurde. Heute dient das Gelände als Mahnmal und Lernort, um die Dimension der Zwangsarbeit im nationalsozialistischen Deutschland sichtbar zu machen. Mit über 26 Millionen Betroffenen weltweit war dies eine der größten Formen der Ausbeutung im Zweiten Weltkrieg, von der auch zahlreiche Menschen im Raum Berlin betroffen waren.

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Häufige Fragen zu NS-Zwangsarbeit in Adlershof

Wo wurde in Berlin Zwangsarbeit während des NS-Regimes eingesetzt?
In Berlin wurde Zwangsarbeit ab 1941 in Rüstungsbetrieben eingesetzt, unter anderem bei Siemens. Auch in Adlershof befanden sich Betriebe, die Zwangsarbeiter einsetzten. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Welche Gruppen wurden besonders von Zwangsarbeit in Berlin betroffen?
Besonders betroffen waren sowjetische Kriegsgefangene, polnische und französische Zwangsarbeiter sowie italienische Militärinternierte ab 1943. KZ-Häftlinge wurden ebenfalls in Berliner Betrieben wie Siemens eingesetzt. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Gibt es heute ein Museum oder eine Gedenkstätte zur NS-Zwangsarbeit in Berlin?
Ja, das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin-Britz informiert über die Geschichte der Zwangsarbeit. Es befindet sich auf dem Gelände eines ehemaligen Zwangsarbeitslagers. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Wie viele Menschen wurden insgesamt in Berlin zur Zwangsarbeit gezwungen?
Während des Krieges wurden in Berlin über 500.000 Menschen durch Zwangsarbeit ausgebeutet, das entspricht etwa 20 Prozent aller Beschäftigten in der Stadt. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia