All Saints Catholic Church
Highlights
- All Saints Church in Berlin-Dahlem entstand 1957 als US-Army-Chapel und dient heute englischsprachigen Katholiken.
- Das Bauensemble wurde nach Entwürfen von Carl Merz durch Polensky & Zöllner errichtet.
- Heute teilen sich mehrere Glaubensgemeinschaften das Gelände, darunter auch eine jüdische Gemeinde.
Tipps
- Die All Saints Church verfügt über eine englischsprachige katholische Gemeinde und bietet sonntags um 10 Uhr Gottesdienst an.
- Das Gebäude beherbergt zudem die Synagogengemeinde Sukkat Schalom, die regelmäßig jüdische Gottesdienste abhält.
- Seit 1957 dient das Gebäude verschiedenen Glaubensgemeinschaften und steht für interreligiöse Toleranz und Zusammenarbeit.
Eigenschaften
Über All Saints Catholic Church
Die All Saints Catholic Church befindet sich im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf, im Ortsteil Dahlem. Die Kirche ist Teil eines größeren Bauensembles, das ursprünglich als Gemeindezentrum für verschiedene Glaubensrichtungen errichtet wurde. Das Gebäude wurde nach Entwürfen von Carl Merz durch das Bauunternehmen Polensky & Zöllner realisiert und steht unter Denkmalschutz. Es gilt als Beispiel für die religiöse Architektur des Nachkriegsberlins und spiegelt die Vielfalt und Toleranz wider, die in der Nachkriegszeit am Standort gelebt wurde.
Das Gebäude wurde ursprünglich als United States Army Chapel konzipiert und diente von Anfang an unterschiedlichen christlichen Konfessionen sowie der jüdischen Gemeinschaft. Nach dem Abzug der alliierten Streitkräfte übernahm die All Saints Catholic Community das Gebäude und nutzt es seither für englischsprachige katholische Gottesdienste. Neben der katholischen Gemeinde teilt sich die All Saints Church auch mit anderen Religionsgemeinschaften den Standort, darunter die CrossWay International Baptist Church. In der Vergangenheit wurde der Raum auch von der Synagogengemeinde Sukkat Schalom genutzt, bevor diese in ein neues Provisorium umzog.
Architektonisch zeigt das Kirchengebäude klare Linien der Nachkriegsmoderne. Es handelt sich um einen Stahlskelettbau mit trapezförmigem Grundriss, dessen acht Fensterachsen von Stahlbetonstützen getragen werden. Die Dachkonstruktion besteht aus schräg verlaufenden Stahlbetonbalken, die ein flaches Tonnendach stützen. Der Altarraum ist zurückgesetzt und verfügt über drei eigene Fensterachsen. Ein markantes Element des Ensembles ist der Campanile, der aus zwei konisch verjüngten Stahlbetonwänden besteht und mit einem Pultdach bedeckt ist. In der Glockenstube hängt eine einzelne Bronzeglocke, die als eines der wenigen akustischen Zeugnisse der ursprünglichen Ausstattung erhalten geblieben ist.
Die Nutzungsgeschichte des Gebäudes spiegelt die religiöse Vielfalt Berlins wider. Ursprünglich als „House of Tolerance“ konzipiert, bot es Raum für katholische, protestantische und jüdische Gottesdienste. Die Zusammenarbeit verschiedener Glaubensgemeinschaften prägte den Charakter des Ortes über Jahrzehnte. Auch heute bleibt die All Saints Church ein Ort des Austauschs und der interreligiösen Begegnung. Die Gemeinde pflegt eine offene Haltung gegenüber Besucherinnen und Besuchern und legt Wert auf eine einladende Atmosphäre, wie auch in Meinungen von Besucherinnen hervorgehoben wird.