Theater

Siegfried Engel

Eisenacher Str. 69/I, 10823 Berlin-Bezirk Tempelhof-Schöneberg

Highlights

  • Frank-Lorenz Engel inszeniert am Schlosspark Theater in Tempelhof-Schöneberg.
  • Seine aktuelle Produktion ist eine Hommage an Thomas Manns Felix Krull.
  • Engel leitet Regie bei Klassikern wie Oscar Wildes 'Bunbury – Ernst sein ist alles'.

Tipps

  • Besuchern wird empfohlen, sich vorab mit den literarischen Vorlagen der Stücke vertraut zu machen, um die Anspielungen und Nuancen der Inszenierung besser nachvollziehen zu können.
  • Für eine angenehme Theatererfahrung ist eine rechtzeitige Ankunft am Schlosspark Theater ratsam, um sich in Ruhe zu setzen und den Abend ungestört zu genießen.
  • Ein Blick auf die aktuellen Inszenierungen lohnt sich, um die thematische Vielfalt und künstlerische Ausrichtung des Hauses besser einzuschätzen.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Kulturell Ganzjährig

Über Siegfried Engel

Das Schlosspark Theater in Berlin-Tempelhof-Schöneberg präsentiert unter der künstlerischen Leitung von Frank-Lorenz Engel ein vielfältiges und anspruchsvolles Programm zeitgenössischer sowie klassischer Theaterstücke. Als Intendant und Regisseur hat sich Engel einen Namen als visionärer und publikumsorientierter Bühnenschaffer gemacht, der mit sprachlicher Raffinesse und visueller Eleganz arbeitet. Seine Inszenierungen zeichnen sich durch eine gekonnte Verbindung aus intellektuellem Anspruch und unterhaltsamer Leichtigkeit aus.

Eine zentrale Produktion ist die humorvolle und stilvoll inszenierte Bühnenfassung von Thomas Manns „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“. In dieser modernen Adaption schlüpft Adrian Djokić in die Titelrolle des charmanten Abenteurers, unterstützt von einem vielseitigen Ensemble, darunter Alexa Maria Surholt als Madame Houpflé. Die Bühne verwandelt sich mit variablen Kulissen von Su Sigmund vom rheingauischen Provinzort in luxuriöse Pariser Salons, begleitet von Musik von Valentin von Lindenau. Die Handlung folgt Felix Krulls schillerndem Werdegang – vom Winzerjungen zum Hochstapler der feinen Gesellschaft – und reflektiert dabei mit Witz und Ironie gesellschaftliche Rollen und Identitätskonstrukte.

Weitere Höhepunkte des Spielplans sind unter anderem die skurrile Krimikomödie „Ein perfektes Verbrechen“ von Stefan Vögel sowie die Oscar-Wilde-Komödie „Bunbury – Ernst sein ist alles“. In ersterer wird ein raffiniert ausgetüftelter Mordplan zum Lehrstück über die Unberechenbarkeit menschlichen Handelns, inszeniert mit schwarzem Humor und pointierten Dialogen. Wilde’s Klassiker wird neu interpretiert und erweist sich als geistreiche Satire über gesellschaftliche Konventionen und die Bedeutung von Schein und Sein. Beide Stücke unterstreichen Engels Fähigkeit, komplexe Stoffe mit Leichtigkeit und szenischer Brillanz auf die Bühne zu bringen.

Ein weiteres Highlight ist die musikalische Krimikomödie „Die acht Frauen“, eine mitreißende Mischung aus Chanson, Musical und Kriminaldrama. In einem eingeschneiten Herrenhaus wird an Weihnachten ein Mord aufgedeckt, und acht Frauen stehen im Verdacht. Mit französischen Chansons und pointierten Charakteren entfaltet sich ein skurriles und packendes Familiendrama voller Geheimnisse, das sowohl zum Lachen als auch zum Nachdenken anregt. Die Regie von Frank-Lorenz Engel unterstreicht die Dynamik der Figuren und die Ambivalenz zwischen Tragik und Farce.

Das Schlosspark Theater etabliert sich unter Frank-Lorenz Engels Leitung als kultureller Anziehungspunkt im Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Die Inszenierungen zeichnen sich durch hohe sprachliche Qualität, innovative Bühnenbilder und eine sensible Regiearbeit aus, die sowohl literarischen Anspruch als auch Bühnenpräsenz miteinander verbindet. Mit einem erfahrenen Ensemble und interdisziplinären künstlerischen Ansätzen schafft es der Spielbetrieb, klassische wie moderne Texte lebendig und aktuell zu inszenieren.

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