Denkmal/Gedenkstätte

Gertrud Dorothea Coper

Kundrystraße, 12159 Berlin

Highlights

  • Gertrud Dorothea Coper wurde 1892 in Halle an der Saale geboren.
  • Sie heiratete 1913 Hermann Coper, der als Pelzeinkäufer arbeitete.
  • Das Ehepaar wurde 1941 nach Kowno deportiert und dort ermordet.

Tipps

  • Besucher sollten die Sarrazinstraße 22 in Berlin-Friedenau aufsuchen, um den Stolperstein von Gertrud Dorothea Coper vor dem ehemaligen Wohnhaus zu finden.
  • Die Stolpersteine für Gertrud Coper und ihre Töchter Bianca und Ilse befinden sich gemeinsam vor dem Gebäude, das heute unter der Adresse Sarrazinstraße 22 zu finden ist.
  • Ein Besuch des ehemaligen Wohnorts bietet die Möglichkeit, sich vor Ort über das Leben jüdischer Familien in Berlin vor und während der NS-Zeit zu informieren.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Ausflug Kultur Denkmal Berlin Gertrud Dorothea Coper

Der Gedenkstein für Gertrud Dorothea Coper erinnert in Berlin an das Schicksal einer jüdischen Bürgerin, die während der nationalsozialistischen Herrschaft deportiert und ermordet wurde. Gertrud Dorothea Coper, geborene Jacobowitz, kam in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Halle an der Saale zur Welt. Sie heiratete 1913 Hermann Coper, einen Pelzeinkäufer, mit dem sie zwei Töchter, Bianca und Ilse Henriette, bekam. Die Familie lebte zunächst in Steglitz, zog später nach Friedenau und bezog dort eine eigene Wohnung in einem größeren Mietshaus, das der Stiefmutter von Gertrud gehörte. Diese unterstützte die Familie finanziell, unter anderem auch bei den Bildungskosten der Töchter.

Die Töchter Bianca und Ilse Henriette wuchsen in einer Zeit wachsender politischer Repression gegen Jüdinnen und Juden auf. Beide besuchten das Lorenz-Lyzeum in Friedenau, doch aufgrund der zunehmenden Verfolgung durch die nationalsozialistischen Gesetze konnten ihre beruflichen Pläne nicht verwirklicht werden. Bianca reiste 1938 vorübergehend nach London, wo sie jedoch aufgrund der Verschärfung der Auswanderungsbedingungen gezwungen war, dort zu bleiben. Auch Ilse Henriette wurde zeitweise nach England geschickt, um der Verfolgung zu entgehen. Beide konnten nicht mehr zu ihren Eltern zurückkehren.

Gertrud und Hermann Coper blieben in Berlin zurück. Trotz der wirtschaftlichen und sozialen Bedrängnis versuchten sie, ein möglichst normales Leben zu führen. Gertrud wurde zur Zwangsarbeit in einer Berliner Uniformfabrik verpflichtet, ihr Mann arbeitete als Lagerarbeiter. Im November des Jahres 1941 mussten sie eine detaillierte Vermögenserklärung abgeben, in der sie unter anderem auch ihr bescheidenes Hab und Gut auflisteten. Kurze Zeit später wurden beide gemeinsam deportiert – nach Kowno im besetzten Litauen – und unmittelbar nach ihrer Ankunft ermordet. Mit ihrem Tod endete nicht nur ein Leben, sondern auch die Spur einer Familie, die einst tief in der Berliner Stadtgesellschaft verwurzelt war.

Der Stolperstein für Gertrud Dorothea Coper wurde im Bezirk Tempelhof-Schöneberg verlegt, direkt vor dem ehemaligen Wohnhaus in der Sarrazinstraße. Er erinnert nicht nur an ihr persönliches Schicksal, sondern steht stellvertretend für die vielen jüdischen Familien, die aus Berlin deportiert wurden. Die Initiative „Stolpersteine“ dokumentiert das Leben und Sterben der Opfer des Nationalsozialismus und trägt dazu bei, das Gedenken an die NS-Verfolgten in die Alltagswelt zurückzuholen. Jeder Stolperstein ist eine Einladung zum Innehalten, Nachdenken und Erinnern – mitten im Alltag der Stadt.

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Häufige Fragen zu Gertrud Dorothea Coper

Wer war Gertrud Dorothea Coper geb. Jacobowitz?
Gertrud Dorothea Coper, geb. Jacobowitz, wurde am 13. Mai 1892 in Halle an der Saale geboren. Sie heiratete 1913 Hermann Coper und lebte mit ihrer Familie in Berlin-Friedenau. Sie wurde am 25. November 1941 in Kowno (Fort IX) ermordet. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Wo wohnte Gertrud Dorothea Coper in Berlin?
Gertrud Dorothea Coper zog 1930 mit ihrer Familie in die Bismarckstraße 8 in Berlin-Friedenau, später Jänischallee und heute Sarrazinstraße 22. Das Haus gehörte der Stiefmutter ihrer Mutter, Clara Jacobowitz. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Was geschah mit Gertrud Dorothea Coper während der NS-Zeit?
Gertrud Dorothea Coper wurde am 17. November 1941 nach Kowno deportiert und dort am 25. November 1941 im Fort IX ermordet. Sie war gezwungen, Zwangsarbeit in einer Uniformfabrik zu leisten. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Welche Bedeutung haben die Stolpersteine im Zusammenhang mit Gertrud Dorothea Coper?
Stolpersteine erinnern an das Schicksal von Opfern des Nationalsozialismus. Gertrud Dorothea Coper wurde mit einem Stolperstein vor ihrem letzten Berliner Wohnsitz in der Sarrazinstraße 22 geehrt. Stand Juni 2026.

Quelle: website