Stadtpark

Agathe Luise Lasch

Caspar-Theyß-Straße, 14193 Berlin

Highlights

  • Agathe Lasch wurde 1879 in Berlin geboren und war die erste Professorin für Germanistik in Deutschland.
  • Sie lehrte an der Universität Hamburg und forschte zur mittelniederdeutschen Sprache sowie zur Berliner Sprachgeschichte.
  • Wegen ihrer jüdischen Herkunft wurde sie 1934 entlassen, ihre Bibliothek konfisziert und sie 1942 in Riga ermordet.

Tipps

  • Besucher können den nach Agathe Lasch benannten Platz im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf aufsuchen, um an ihrer Gedenktafel die biografischen Eckdaten nachzulesen.
  • Interessierte finden in Berliner Archiven oder bibliotheken ihre wissenschaftlichen Werke zur Sprachgeschichte, insbesondere zur Berlinisch-Forschung.
  • Zur Vertiefung lohnt ein Besuch des Deutschen Literaturarchivs Marbach, das Nachlassmaterial jüdischer Wissenschaftler wie Agathe Lasch sammelt.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Naturpark Stadt Berlin: Agathe Luise Lasch Ausflugstipps

Der Agathe-Lasch-Platz in Berlin ist eine Grünanlage, die an die bedeutende Germanistin Agathe Lasch erinnert. Sie wurde am 4. Juli 1879 in Berlin geboren und war die erste Professorin für Germanistik in Deutschland. Ihr wissenschaftlicher Schwerpunkt lag auf der Erforschung der mittelniederdeutschen Sprache sowie der Berliner Sprachgeschichte. Ihr Hauptwerk, die Mittelniederdeutsche Grammatik, entstand während ihrer Zeit in den USA und gilt bis heute als Standardwerk in der Germanistik.

Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland forschte und lehrte Lasch in Hamburg, wo sie 1923 als erste Frau und erste Germanistin an der Universität berufen wurde. In Hamburg trug sie maßgeblich zur internationalen Anerkennung der jungen Hochschule bei. Neben ihrer akademischen Tätigkeit arbeitete sie an wichtigen Wörterbuchprojekten, darunter dem Mittelniederdeutschen Handwörterbuch und dem Hamburgischen Wörterbuch. Ihr Buch „Berlinisch“ von 1928 legte den Grundstein für spätere Forschungen zur Sprachgeschichte Berlins.

Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten verlor Lasch 1934 ihren Lehrstuhl. Aufgrund ihrer jüdischen Herkunft wurde ihr der Zugang zu Bibliotheken verwehrt und ihre wissenschaftliche Arbeit zunehmend unterbunden. 1937 kehrte sie nach Berlin zu ihrer Familie zurück, wo sie bis 1939 weiterhin versuchte, ihre Forschungen fortzusetzen. Ihre umfangreiche Privatbibliothek wurde 1942 beschlagnahmt. Im August desselben Jahres wurde sie zusammen mit ihren Schwestern deportiert und in Riga ermordet.

Der Platz zwischen der Johann-Georg-Straße, Joachim-Friedrich-Straße und dem Kurfürstendamm wurde am 1. Oktober 2004 zu ihren Ehren benannt. Er erinnert heute mit einer Gedenktafel an ihr Leben und Werk. Der Agathe-Lasch-Platz ist nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern auch ein grüner Rückzugsort mitten in Berlin. Als öffentlicher Park lädt er zur Erholung und zum Verweilen ein und bietet somit einen stadtgeschichtlichen wie auch naturnahen Ausflugsort im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf.

Bewertungen

5,0 (44) 5.0 aus 44 Bewertungen (Landbummel + Google kombiniert)

Auf Google

5,0 (22) 5.0 · 22 Bewertungen auf Google
Auf Google ansehen

In der Nähe

Wetter & Pollenflug am Standort

Wetter wird geladen…
7-Tages-Vorhersage…

Häufige Fragen zu Agathe Luise Lasch

Wer war Agathe Lasch?
Agathe Lasch war eine deutsche Germanistin, die 1879 in Berlin geboren wurde. Sie war die erste Professorin der Universität Hamburg und die erste Germanistikprofessorin in Deutschland. Sie forschte vor allem zur mittelniederdeutschen Sprache und zur Berliner Sprachgeschichte. Als Jüdin wurde sie 1942 in Riga ermordet. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Welche wissenschaftlichen Werke hat Agathe Lasch verfasst?
Zu ihren bekanntesten Werken gehören die 'Mittelniederdeutsche Grammatik' (1914), das Buch 'Berlinisch' (1928) sowie umfangreiche Wörterbuchprojekte zur Hansezeit und zur Hamburger Mundart. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Warum wurde Agathe Lasch aus ihrem Amt entlassen?
Agathe Lasch wurde 1934 aufgrund der nationalsozialistischen Gesetze und ihrer jüdischen Herkunft aus ihrem Lehrstuhl an der Universität Hamburg entlassen. Zuvor hatte eine Petition schwedischer Wissenschaftler ihre Entlassung kurz verzögert. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Was ist der Agathe-Lasch-Platz in Berlin?
Der Agathe-Lasch-Platz ist eine Grünanlage im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Sie wurde am 1. Oktober 2004 nach der Germanistin Agathe Lasch benannt, um an ihr Leben und Werk zu erinnern. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Welche Bedeutung hatte Agathe Lasch für die Germanistik?
Agathe Lasch begründete die historische Erforschung der mittelniederdeutschen Sprache und leistete Pionierarbeit in der Berliner Sprachgeschichte. Mit ihrer Verbindung von Sprach- und Sozialgeschichte inspirierte sie viele weitere Forschungen. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia