Denkmal/Gedenkstätte

Alexander von Humboldt

Schwarzer Weg, 13505 Berlin

Highlights

  • Alexander von Humboldt wurde 1859 im Schlosspark Tegel beigesetzt.
  • Die Grabstätte der Familie Humboldt wurde 1829 von Karl Friedrich Schinkel entworfen.
  • Sie trägt eine Kopie der Spes-Statue von Bertel Thorvaldsen aus weißem Marmor.

Tipps

  • Die Grabstätte der Humboldt-Familie liegt im Schlosspark Tegel, erreichbar zu Fuß vom Schloss aus in Richtung Tegeler See.
  • Der Friedhof ist täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet und ein Ort der Stille, der Respekt verlangt.
  • Nahe der Grabstätte befinden sich Rosenstöcke und eine steinerne Bank, von der aus sich ein Blick über den Park und das Schloss ergibt.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Alexander von Humboldt

Die Grabstätte der Familie Humboldt im Schlosspark Tegel in Berlin zählt zu den bedeutenden kulturellen Gedenkstätten der Hauptstadt. Sie befindet sich im westlichen Teil des Parks, nahe des Tegeler Sees, und wurde nach Entwurf des Architekten Karl Friedrich Schinkel angelegt. Die Anlage wurde erstmals um die Jahrtenwende der 1820er Jahre konzipiert und später in den frühen 1830er Jahren umgesetzt. Die zentrale Gestaltungsidee folgt einem antikisierenden Stil und erinnert an ein Campo Santo, wie es aus der römischen Antike oder aus Pompeji bekannt ist.

Im Fokus der Grabanlage steht eine über fünf Meter hohe ionische Säule aus poliertem rötlichem Granit, die auf einem mehrstufigen Marmorsockel ruht. Seit 1831 ziert eine Marmorfigur der Hoffnung – eine Kopie der ursprünglich von Bertel Thorvaldsen geschaffenen Statue – die Säule. Die Figur wurde von Christian Friedrich Tieck gefertigt und steht symbolisch für die Verbindung zwischen Leben und Tod. Die Säule ist Caroline von Humboldt, der Ehefrau von Wilhelm von Humboldt, gewidmet, die als erste Familienangehörige hier beigesetzt wurde. Später folgten auch Wilhelm und Alexander von Humboldt.

Die Grabstätte besteht aus einem ovalen, grasbewachsenen Grundriss, der heute von einer Eibenhecke umgeben ist. An den Enden des Ovals befinden sich Durchgänge, und im Halbrund der Anlage ragen hohe Fichten als dunkler Hintergrund empor. Die eigentlichen Gräber sind durch einfache Marmorplatten gekennzeichnet, die mit Efeuhügeln bedeckt sind. Die Grabsteine tragen die Namen und Lebensdaten der Verstorbenen in römischen Ziffern sowie auf der Rückseite einen Spruch. Unter den Platten ruhen die Familienmitglieder, darunter auch Alexander von Humboldt, der 1859 starb.

Die Gestaltung des Ortes spiegelt den geschmackvollen Umgang mit Tod und Erinnerung im preußischen Bürgertum des 19. Jahrhunderts wider. Die Lage innerhalb des Schlossparks, mit Blick auf das nahegelegene Schloss Tegel, unterstreicht den engen Bezug der Familie zu diesem Ort. Wilhelm von Humboldt selbst hatte den Platz bereits vor seinem Tod mitbestimmt und Wert darauf gelegt, dass die Grabstätte sowohl ruhig als auch landschaftlich eingebunden sei. Die Grabanlage wird heute weiterhin für Familiennachkommen genutzt, wobei neue Todesfälle durch helle weiße Marmorsteine markiert werden.

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