Alfred Brehm
Tipps
- Das Alfred-Brehm-Haus bietet gut gestaltete Gehege, besonders für Tiger und im Regenwaldhaus.
- Während ruhiger Zeiten sind die Tiere oft entspannter und zeigen natürlicheres Verhalten.
- Ein Besuch lohnt sich besonders, wenn man sich Zeit für die großen Anlagen und Tierbeobachtung nimmt.
Eigenschaften
Über Alfred Brehm
Der Tierpark Berlin, bekannt unter dem Namen „Alfred Brehm“, ist eine der größten und artenreichsten zoologischen Anlagen in Deutschland. Mit einer Fläche von 160 Hektar zählt er zu den größten Landschaftstierparks Europas und liegt im Berliner Ortsteil Friedrichsfelde. Seit seiner Eröffnung im Jahr 1955 begeistert er Besucher mit einer Vielzahl an Tierarten und einem landschaftsgestalterischen Konzept, das auf den Entwürfen des Gartenbaumeisters Peter Joseph Lenné aus dem Jahr 1821 basiert. Der Tierpark beherbergt aktuell über 8.400 Tiere aus mehr als 620 Arten und ist damit nicht nur ein Ort der Erholung, sondern auch ein bedeutendes Zentrum für Artenschutz und Nachzuchtprogramme.
Das Alfred-Brehm-Haus bildet einen zentralen Schwerpunkt des Tierparks und ist besonders für seine modernen, artgerechten Tieranlagen bekannt. Zu den Highlights zählen unter anderem die beeindruckende Tigeranlage sowie das Regenwaldhaus, in dem verschiedene Arten des tropischen Regenwaldklimas untergebracht sind. Besucher berichten von einem besonders angenehmen Ambiente, das durch die ruhige Atmosphäre und die Nähe zur Natur geprägt ist – ein Erlebnis, das besonders in Zeiten geringer Besucherzahlen noch intensiver wahrgenommen werden kann. Auch nach Umbauten und Modernisierungen bleibt das Alfred-Brehm-Haus ein Publikumsmagnet, der sowohl Tier- als auch Naturliebhaber gleichermaßen anspricht.
Der Tierpark Berlin steht unter der Leitung von Andreas Knieriem und wird von der Tierpark Berlin-Friedrichsfelde GmbH betrieben, einer Tochtergesellschaft der Zoologischer Garten Berlin AG. Er ist Mitglied internationaler Verbände wie der World Association of Zoos and Aquariums (WAZA), der European Association of Zoos and Aquaria (EAZA) sowie des Verbandes der Zoologischen Gärten (VdZ). Diese enge Verzahnung mit globalen und nationalen Naturschutzorganisationen unterstreicht die Bedeutung des Tierparks als Institution des artenschutzorientierten Tierhaltung und internationalen Zusammenarbeit. Die Gemeinschaft der Förderer von Tierpark Berlin und Zoologischem Garten Berlin e. V. unterstützt zusätzlich die Weiterentwicklung und Pflege der Anlage.
Die Geschichte des Tierparks ist eng mit der Teilung Berlins nach dem Zweiten Weltkrieg verbunden. Da der Zoologische Garten im Westen lag, entstand der Tierpark als eigenständige Einrichtung im Osten, zunächst auf dem Gelände des verwahrlosten Schlossparks Friedrichsfelde. Die Eröffnung erfolgte 1955 durch den damaligen DDR-Präsidenten Wilhelm Pieck und den Ost-Berliner Oberbürgermeister Friedrich Ebert. Unter der Leitung von Heinrich Dathe entwickelte sich der Tierpark rasch zu einer renommierten zoologischen Einrichtung. Heute trägt der Name „Alfred Brehm“ an die Verdienste des Naturforschers und Tierethologen Alfred Edmund Brehm um das Verständnis der Tierwelt und die Popularisierung der Naturkunde durch sein Werk „Tierleben“.