Alfred Frankenstein
Highlights
- Bedeutende Persönlichkeiten wie Maler Anton von Werner und Bildhauer Reinhold Begas ruhen hier.
- Die 1957 errichtete Kapelle mit Mosaikfenstern von Alfred Kothe ist architektonisches Highlight des Kirchhofs.
Tipps
- Auf dem Gelände befindet sich eine Kapelle mit farbigen Mosaikfenstern sowie der 'Garten der kleinen Ewigkeit' mit besonderen Bestattungs- und Pflegeangeboten.
- Führungen und kulturelle Veranstaltungen bieten Einblicke in die Kultur- und Naturgeschichte des Friedhofs.
Eigenschaften
Über Alfred Frankenstein
Der Alfred Frankenstein befindet sich im Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg und zählt zu den kulturhistorisch bedeutendsten Sakralstätten der Hauptstadt. Ursprünglich 1865 als erster Friedhof der Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde eingeweiht, war der Alte Zwölf-Apostel-Kirchhof damals noch weit außerhalb der Berliner Stadtgrenze gelegen. Heute mitten in Schöneberg gelegen, bietet er mit seiner parkähnlichen Anlage eine seltene Oase der Ruhe und erinnert durch seine erhaltene Bausubstanz und Gestaltung an die Friedhofskultur des 19. Jahrhunderts.
Die Gestaltung des Geländes geht auf den königlichen Garteninspektor Carl David Bouché zurück, der den Kirchhof nach italienischem Vorbild eines Campo Santo angelegt hat. Noch heute sind die ursprüngliche Struktur mit ihren weiten Lindenalleen sowie die repräsentativen Erbbegräbnisanlagen des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts erhalten. Diese architektonischen und gärtnerischen Elemente verleihen dem Gelände sein fast geschlossenes künstlerisches Erscheinungsbild und machen es zu einem geschützten Gartendenkmal von herausragender Bedeutung.
Auf dem Friedhof ruhen zahlreiche Persönlichkeiten der Kunst, Wissenschaft und Kultur, darunter der Maler Anton von Werner, der Bildhauer Reinhold Begas und die Salonière Bertha von Arnswaldt. Diese Grabstätten zeugen von der zentralen Rolle, die der Alte Zwölf-Apostel-Kirchhof im kulturellen Leben Berlins spielte und weiterhin spielt. Hinzu kommt die im Jahr 1957 errichtete moderne Kapelle des Architekten Georg Lichtfuß, deren farbige Mosaikfenster von Alfred Kothe den Raum in einzigartiger Weise in Szene setzen.
Der Kirchhof vereint traditionelle Friedhofsgestaltung mit zeitgemäßen Angeboten wie Baumbestattungen und dem sogenannten „Garten der kleinen Ewigkeit“, bei dem die Grabpflege langfristig durch die hauseigenen Gärtner übernommen wird. Regelmäßig finden zudem Führungen statt, die sowohl die kulturgeschichtliche Bedeutung als auch die ökologische Rolle des Geländes im städtischen Raum thematisieren. Auch kulturelle Veranstaltungen in der Kirchhofskapelle tragen zur lebendigen Nutzung dieses außergewöhnlichen Ortes bei.