Museum

Alliierten-Museum

Clayallee 135, 14195 Berlin

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Alliierten-Museum

Das Alliierten-Museum in Berlin liegt im Bezirk Steglitz-Zehlendorf und erinnert an das historische Engagement der Westmächte – der USA, Großbritanniens und Frankreichs – in der Stadt von 1945 bis 1994. Es dokumentiert eindrucksvoll die Zeit des politischen und militärischen Einflusses der Alliierten sowie ihren entscheidenden Beitrag zur Freiheit Berlins während des Ost-West-Konflikts. Das Museum ist ein wichtiger kultureller Anziehungspunkt für alle, die sich für die jüngere Geschichte Deutschlands und die besondere Rolle Berlins im Kalten Krieg interessieren.

Die Ausstellungsstücke sind in zwei Hauptgebäuden untergebracht: dem ehemaligen US-Soldatenkino „Outpost Theater“ und der „Nicholson-Gedenkbibliothek“. Im Outpost Theater wird der erste Teil der Dauerausstellung gezeigt, der sich auf die Jahre unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg konzentriert. Zu den Schwerpunkten gehören der Einmarsch der Alliierten, die Sektorenaufteilung Berlins sowie die dramatische Berliner Luftbrücke von 1948/49. Besucher*innen finden hier historische Fotografien, Uniformen, Karten und Alltagsgegenstände wie CARE-Pakete, die den Wiederaufbau West-Berlins symbolisieren.

Im zweiten Teil der Dauerausstellung in der Nicholson-Bibliothek steht das Alltagsleben in den alliierten Garnisonen sowie die politische Lage während des Kalten Kriegs im Fokus. Ein besonderes Highlight ist das restaurierte Segment eines Spionagetunnels aus den frühen 1950er Jahren, mit dem westliche Geheimdienste die sowjetischen Kommunikationslinien anzapften. Auch der Mauerbau, der Fall der Mauer und der Abschied der Alliierten 1994 werden ausführlich behandelt. Neben der Dauerausstellung finden regelmäßig Wechselausstellungen statt, die aktuelle Forschungsergebnisse und gesellschaftliche Bezüge aufgreifen.

Auf dem Gelände zwischen den Gebäuden zeigt das Museum einige seiner größten Exponate im Freien: darunter ein britisches Luftbrückenflugzeug vom Typ Handley Page Hastings, ein französischer Militärzug sowie ein ehemaliges Wachhäuschen von Checkpoint Charlie. Auch ein DDR-Grenzkontrollturm veranschaulicht die Teilung der Stadt. Besonders beliebt ist zudem die Sonderausstellung „Cold War Games“, in der Besucher*innen historische Computerspiele aus der Ära des Kalten Kriegs erleben und spielerisch Geschichte entdecken können.

Das Alliierten-Museum ist kostenfrei zugänglich, lediglich für einige Sonderbereiche oder Fahrzeugbesichtigungen wird ein geringer Eintritt erhoben. Es richtet sich nicht nur an Erwachsene, sondern bietet auch spezielle Bildungsangebote für Schulen, Familien und Menschen mit besonderen Bedürfnissen, etwa Tastführungen oder Angebote in Gebärdensprache. Mit seiner fundierten Darstellung der alliierten Geschichte ist das Museum ein lohnenswertes Ausflugsziel für alle, die Berlin und seine Rolle in der Nachkriegszeit besser verstehen möchten.

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