Galerie

Alte Nationalgalerie

Bodestraße 1-3, 10178 Berlin

Highlights

  • Die Alte Nationalgalerie auf Berlins Museumsinsel beherbergt Gemälde und Skulpturen des 19. Jahrhunderts.
  • Errichtet zwischen 1862 und 1876 im Stil des Klassizismus und der Neorenaissance.
  • Auf der Freitreppe steht das Reiterstandbild Friedrich Wilhelms IV. von Alexander Calandrelli.

Tipps

  • Eintritt inklusive Audioguide ist vor Ort erhältlich, Kasse befindet sich im Sockelgeschoss.
  • Gruppenführungen für kleine Teilnehmerzahlen buchbar, lohnenswert für intensiven Austausch.
  • Fußweg vom S-Bahnhof Hackischer Markt ist kurz, Gebäude liegt zentral auf der Museumsinsel.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Alte Nationalgalerie

Die Alte Nationalgalerie in Berlin zählt zu den bedeutendsten Kunstmuseen der Stadt und bildet zusammen mit weiteren Museen die berühmte Museumsinsel, die seit 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Gelegen im Ortsteil Mitte, befindet sich das Museum im Herzen Berlins und ist sowohl architektonisch als auch kunsthistorisch ein herausragendes Bauwerk. Ursprünglich im Auftrag von König Friedrich Wilhelm IV. errichtet, verkörpert das Gebäude den klassizistischen und neorenaissancehaften Stil des 19. Jahrhunderts und beherbergt heute eine umfangreiche Sammlung zur Kunst dieses Zeitraums.

Das Gebäude selbst vereint verschiedene architektonische Elemente: Tempelgiebel, monumentale Treppenhäuser und kirchenähnliche Apsiden schaffen eine Einheit aus Nation, Geschichte und Kunst. Auf der Freitreppe thront das bronzene Reiterstandbild Friedrich Wilhelms IV., umgeben von allegorischen Figuren wie „Religion“, „Kunst“, „Geschichte“ und „Philosophie“. Die Fassade aus Nebraer Sandstein sowie die Kolonnaden aus schlesischem und elbischem Sandstein unterstreichen den edlen und zeitlosen Charakter des Bauwerks. Während die Außenarchitektur weitestgehend im Originalzustand erhalten blieb, wurden die Innenräume im Laufe der Zeit mehrfach umgestaltet, um den sich wandelnden Anforderungen der Präsentation gerecht zu werden.

Die Dauerausstellung der Alte Nationalgalerie widmet sich der Malerei und Skulptur des 19. Jahrhunderts und zeigt Werke namhafter Künstler wie Caspar David Friedrich, Adolph von Menzel oder Max Liebermann. Zu den Highlights zählen unter anderem die „Prinzessinnengruppe“ von Johann Gottfried Schadow sowie Gemälde der Romantik, des Realismus und des Impressionismus. Besucher erhalten Einblicke in die Entwicklung der europäischen Kunst von der Klassik bis zur Moderne. Neben den ständigen Sammlungen werden regelmäßig Sonderausstellungen gezeigt, die neue Perspektiven auf historische und zeitgenössische Strömungen eröffnen.

Die Alte Nationalgalerie ist Teil der Nationalgalerie, deren Sammlungen heute auf mehrere Standorte verteilt sind, darunter die Neue Nationalgalerie am Kulturforum und das Museum für Gegenwartskunst im Hamburger Bahnhof. Die Besucherfrequenz des Museums ist hoch – allein im Jahr 2019 verzeichnete es rund 376.000 Gäste. Die Kombination aus architektonischem Glanz, kultureller Bedeutung und herausragenden Kunstsammlungen macht die Alte Nationalgalerie zu einem unverzichtbaren Ziel für Kulturinteressierte und Touristen gleichermaßen.

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